[Gear Acquisition Syndrome] Reise. Tasche.

Die Slingshot 160 von Cosyspeed war ein Geburtstagsgeschenk. Eine Fototasche, wie für mich gemacht. Ich wollte ein bisschen Praxis abwarten, bevor ich drüber berichte. Nun ist es so weit:

[GAS] Cosyspeed-5

Ich hab ja schon ein paar mal durchscheinen lassen, dass ich für das Konzept der spiegellosen Kameras inzwischen sehr empfänglich geworden bin, weil mir die DSLR angesichts meines ‚zickigen‘ Rückens buchstäblich zunehmend zur Last fällt. Aber auch eine kleinere Kamera braucht eine Tasche, braucht Zubehör, Wechselakkus oder mal ein zweites Objektiv. Wenn man nichts mehr auf den Schultern haben will bleiben für diese Fracht nur wenige Optionen. Ausgebeulte Jackentaschen oder Cargowesten muss man mögen. Ich mag sie nicht. Hüfttaschen polarisieren auch. Hier glaubte ich auch, nur schwer fündig zu werden. Aber ich wurde es.

Die ‚Slingshot‘ ist keine Neuauflage des deutschen Touritäschchens. Im Gegensatz zum ungeliebten ‚Klassiker‘ ist die Tasche so geschnitten, dass man den fest verbundenen Gürtel unter (!) dem Shirt, dem Pulli oder der Jacke tragen kann. Die Tasche selbst hängt dann drei Finger unter dem Gürtel – und damit auch unter dem Saum eines entsprechenden Kleidungsstücks. Dort sitzt sie dann – am eigenen Gürtel frei drehbar, wahlweise seitlich unter der Hüfte, halb achtern, um frei mit den Armen durchzuschwingen oder auch mal vorn auf einem Oberschenkel, um sich zu setzen oder um in der Tasche zu kramen.

[GAS] Cosyspeed-6

Der Zugriff auf die Tasche funktioniert einhändig und nach Art eines Revolverholsters. Extrem schnell, sicher und intuitiv. In die ‚große‘ 160er Tasche passt – wie auf dem Bild zu sehen – meine NX300, der kleine Blitz dazu, zwei Ersatzakkus, eine zweite Karte und ein zweites Objektiv oder – wie hier – ein Lichtschachtsucher. Alles was man für einen Tag am Meer (oder sonstwo) so brauchen kann. Das Ganze wiegt dann mit der Tasche gerade mal 1250 Gramm, das selbe wie meine K-5 mit dem 18-55 am Sunsniper. Ungeschützt, auf der Schulter und ohne Zubehör.

Das Gewicht fällt an der Hüfte kaum auf. Der Gurt liegt in der Regel schräg wie ein Holster an den Beckenknochen (bzw. an der dort abgefutterten Polsterung) und zieht damit Null an der Wirbelsäule. Man sieht ein bisschen aus wie ein Kellner oder Fahrkartenkontrolleur aber meist fällt die Tasche erst auf den zweiten Blick auf. Auf den dritten Blick fragt man sich dann, wo die überhaupt fest ist…

Nachteile gibt es auch. Die Tasche gibt zwar an, gegen Spritzwasser geschützt zu sein, in einen ausgewachsenen Regen würde ich sie aber nicht mitnehmen. Der Deckel ist dafür schlichtweg 4 cm zu schmal. Das muss man nicht verstehen. Und dann wäre es noch schön, die Tasche in Handschuh- oder Kernleder zu bekommen, statt nur in Nylon. Zumal der Preis der Tasche mit rund 100,- Euro schon eher ’satt‘ ist. Aber was soll’s. Meine wunderbare Frau hat sie mir geschenkt. Um mir den Rücken frei zu machen. Und gegen den Regen kann man Sie – dank der Schnalle – sehr einfach als knappe Schultertasche unter die Jacke nehmen.

Alles in allem hat sich die Tasche bereits sehr bewährt. Was noch aussteht, ist der Versuch, sie dicker einzustellen (das geht, die ganze Tasche lässt sich per Klett zerlegen) und mal die K–5 darin zu transportieren. Falls das klappt, gebe ich im Kommentar noch Bescheid. Einstweilen genieße ich es, mit der Kameratasche zu Fuß, auf dem Kickboard, im Jackett oder auf dem Fahrrad immer gut zurecht zu kommen. Endlich. Von daher: Top Ding!

 

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Stefan,

    vielen Dank fuer Dein Review, ueber das ich gestern „gestolpert“ bin. Freut mich sehr, dass Du gut mit der CAMSLINGER zurecht kommst. Die aktuellen Modelle, die gerade im gelauncht wurden, haben uebrigens eine 4 cm breitere Klappe :-), dieses kleine Manko wurde von einigen Kunden moniert. Wir konnten inzwischen auch den Preis um gut 20% senken, da wir sehr gute Nachfrage haben. Wenn wir mal was fuer Dich tun koennen, einfach melden…

    Sehr schonen Blog betreibst Du mit tollen, sehr stimmungsvollen Fotos.

    Herzliche Gruesse und vielen Dank

    Thomas Ludwig
    Geschaeftsfuehrer COSYSPEED GmbH

  2. Pingback: [The big twin] Cosyspeed Streetomatic | Stefan Senf – Motivprogramm

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