Porto Pino

[3162,2 km] Nachmittags am Anleger

Gute Freunde haben uns nach Calasetta gelockt, in dieses verschlafene Städtchen auf der Insel Sant’Antioco, tief im Süden Sardininiens. Christine und Stefan haben dort Ihre kleine alte Yacht liegen, seit sie vor 4 Jahren ein halbes Jahr durch das Mittelmeer geschippert sind. Den Schwarzwald haben wir also diesmal mit der Macchia getauscht, den Triberger Wasserfall mit dem Mittelmeer. Pfingsten 2018 war auch hierzulande sommerlich, das weiss man ja aber nie im Voraus. In Südsardinien herrschte dagegen noch eine frühe Sommerfrische, die man als Reisender nur schwer ‚erwischt‘, die man nicht planen kann: Alles blühte, alles war grün als wir ankamen. Der Wind war kräftig, sogar ein wenig Regen gab es. Fast könnte man von Nordseewetter sprechen. Allerdings vom Hochsommer an der Nordsee. Und wir Landratten durften etwas Seeluft schnuppern.

Eine frühe Sommerreise. Ich beginne mit Bildern, die ohne Fotoapparat entstehen.

[ohne Dach und Boden] Ich baue um für den 25. Mai

Am 25. Mai 2018 ändert sich aufgrund der Datenschutzgrundverordnung einiges für Fotografierende und für Blogger. Außerdem ächze ich gerade etwas unter einer Welle von Kommentarspam und von Brute-Force-Anmeldeattacken auf das Backend meines Blogs. Ich nehme beides zum Anlass, meinen Blog zu renovieren und auf Stand zu bringen, auch wenn ich hier eine rein private Website als Hobby betreibe und von daher nach meinem Verständnis eigentlich nicht viel machen müsste*.

 Kloster Hirsau – Ohne Dach und Boden seit 1692. Ich hoffe mal, meine Aktion hier endet nicht so. Obwohl – schön ist es dort ;-)

Vorübergehend sind deswegen beispielsweise alle Kommentare deaktiviert. Für die Beiträge will ich die später wieder einschalten, für die Medienseiten (Bilder) bleiben Sie auf Dauer aus. Geschafft habe ich es schon, die ganze Website auf https umzustellen. Theoretisch solltest Du jetzt also ein grünes Schlösschen in der Adresszeile des Browsers haben?! Gut. Falls nein, freue ich mich über eine E-Mail!

Ebenfalls auf Dauer verschwunden sind die Social-Media-Buttons. Wenn Du was teilen willst (was mich immer freut), musst Du das jetzt eben von Hand machen. Die Buttons nutzen eigentlich nur den großen Datenkraken, weil sie auch dann aktiv sind, wenn man sie gar nicht nutzt. Weg damit. Genau wie Askimet (schon lange) und Jetpack (nun auch) aus meiner Installation verbannt sind.

(Update 10. Mai 2018:) Mittlerweile habe ich die Buttons von ‚Shariff Wrapper‘ für mich entdeckt. Sie stellen keine Verbindung zu den verlinkten Diensten her, bis man aktiv darauf klickt / tippt und sind damit nach allem was man lesen kann DSGVO-konform.

Deaktiviert habe ich das Nachladen von Google-Schriftarten, das bei WordPress tief verwurzelt ist. Ausserdem habe ich die Gravatare an Kommentaren abgeschaltet und auch die ebenfalls tief eingebetteten Emojis. Alle diese Funktionen würden sonst von dritter Seite Daten nachladen, was dem Schutz der Privatsphäre nicht unbedingt dient.

(Immer noch der 10. Mai:) Eines der Themen, die man in den Hinweisen zur DSGVO selten findet ist der Referrer. So weit ich das verstanden habe, funktioniert das wie ein Staffelstab. Wenn jemand von meiner Seite aus kommend eine andere Website ansteuert, dann erhält die andere Website als Info immer meine URL, weiss also, woher der neue Besucher gerade kommt. Im Sinne des Datenschutzes: doof. Lässt sich aber mit einer zusätzlichen Zeile im Header abschalten. Was ich jetzt getan habe. Danke für den Tipp an Sebastian!

(10. Mai, kurz vor Mitternacht:) Kommentare für künftige Artikel (und für diesen hier) sind wieder online. Ab sofort muss man halt nochmal die Datenschutzerklärung abnicken.

Wundere Dich nicht, wenn in den nächsten Wochen manches vorübergehend ein bisschen komisch aussieht. Hier ist momentan Baustelle. Danach ist alles hübsch und neu und hoffentlich auch sicher für uns alle.

*Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung. Er gibt nur meine Meinung wieder. Klar, oder?

[last order] Der letzte Rest vom amerikanischen Traum

Mein Amerika 2017 in vierundvierzig letzten, nur chronologisch sortierten und unkommentierten Bildern. Nur das erste ist eigentlich aus Kopenhagen.

[Pentax KP] The raw and the cooked – too close to call

Seit 10 Jahren fotografiere ich regelmäßig im (auch) RAW-Format, seit ich mit der Samsung GX10 (aka Pentax K10D) zum ersten Mal eine Kamera mit einem Sensor im APS-C-Format in den Händen hatte. Wobei es das RAW-Format bekanntlich gar nicht gibt. Jeder Hersteller kocht sein eigenes Süppchen und diese internen Datenformate unterliegen überdies auch noch einer Veränderung von Kamerageneration zu Kamerageneration und von Kameratyp zu Kameratyp. Die Interpretation des digitalen Negativs erfolgt erst über einen RAW-Konverter und auch die unterschiedlichen RAW-Konverter am Markt bringen jeweils einen eigenen Input in die Bilder mit, beeinflussen mit Ihren Möglichkeiten und Beschränkungen das Endergebnis bis tief in die Farbigkeit und die Detailauflösung hinein.

Mein Werkzeug für die RAW-Bearbeitung ist Adobe Lightroom, zur Zeit in Version 5. Das funktioniert selbst mit der neueren Pentax KP weitgehend, weil Pentax die Rohdaten wahlweise im Format .dng abspeichern kann, einem Format, das von Adobe stammt und zumindest etwas allgemeingültiger ist als ein normales (proprietäres) RAW. Spezialanwendungen der Kamera, wie Mehrfachbelichtungen und Pixelshiftaufnahmen werden jedoch offenbar nicht unterstützt. Und der Importvorgang sortiert ausserdem immer wieder Bilder als nicht lesbar aus, ohne dass ich ein durchgehendes Muster für die Ursache erkenne. Mit Kameras, die meine ältere Version von Lightroom offiziell unterstützt ist das früher jedenfalls nicht vorgekommen. Eine hundertprozentige Kompatibilität mit der neuen Kamera ist nicht gegeben.

Adobe hat für Lightroom mittlerweile bekanntlich den Weg in ein Software-Abo gewählt, käuflich zu erwerben sind die neueren Versionen nicht mehr. Für mich ist das ein Anlass, Lightroom zu hinterfragen. In das Abo werde ich nicht einsteigen. Und mit dem Programm hinterfrage ich letztlich auch meine ganze bisherige Vorgehensweise: Bislang schiebe ich den Inhalt jeder Speicherkarte durch den Importvorgang von Lightroom. Dort werden die Dateien umbenannt (dem Dateinamen wird das Datum hinzugefügt) und dann in einer Verzeichnisstruktur Jahr -> Monat -> Datei auf der Netzwerkplatte verstaut. Die Daten liegen in der Regel als jpg und RAW vor, im Katalog von Lightroom ist anschließend nur das RAW sichtbar. Innerhalb das Katalogs (der auch für jedes Jahr neu angelegt wird), werden die Bilder grob verschlagwortet und dann mit allerlei Bewertungssystemen bedarfsorientiert sortiert (abgelehnt/ausgewählt, Sterne, Farben). All diese Maßnahmen sind – ebenso wie die durchgeführten Entwicklungs- und Bearbeitungsschritte – ausschließlich mit Lightroom sichtbar. Wenn man mit einem anderen Gerät auf die Festplatte zugreift, sind dort lediglich die Dateien in der besagten Ordnerstuktur auffindbar. Alle nachfolgenden Schritte fehlen. Meine Frau greift im Zweifel also immer auf die unbearbeiteten jpg-Dateien aus der Kamera zu. Und sollte ich mich in Zukunft von Lightroom lösen, so wäre die Arbeit von Jahren mehr oder weniger futsch. Eine unbefriedigende Situation.

Mein Jahresprojekt 2018 ist es, mich rückwärts durch 10 – 15 Jahre digitaler Fotografie zu wühlen, Bilder zu sortieren, auszuwählen, nachzubearbeiten und in Fotobüchern zu fassen. Jedes Buch erhält ein neues Verzeichnis auf dem Server mit allen fertig entwickelten und exportierten jpg-Dateien, jeweils eine Kopie davon kommt auf DVD und auf einer Speicherkarte mit ins Buch. Danach bin ich frei, was die Abhängigkeit von Lightroom angeht. Was kommt dann?

Ich habe einen gewissen Anfangsverdacht, dass ich gerade auf dem langen Weg zurück zum jpg bin. Der Markt für neue Alternativen zu Lightroom ist in Bewegung. Manche Programme habe ich oberflächlich ausprobiert über viele habe ich vieles gelesen. Ein Werkzeug, das ähnlich intuitiv bedienbar wäre wie Lightroom, habe ich dabei noch nicht entdeckt. Für jpg-Bilder gibt es ein solches Programm dagegen: Der jpg-Illuminator ist nach wie vor erste Wahl! Gleichzeitig merke ich, welche Fortschritte Pentax mit den kameraseitig erzeugten jpg-Dateien gemacht hat. Eine RAW-Entwicklung der Bilder aus der KP kann zwar im Einzelfall – besonders bei niedrigen Empfindlichkeiten – noch einige Extra-Details herauskitzeln, im High-ISO-Bereich allerdings sind die Bilder ohne Nacharbeit schon super: Ein bisschen narbig, ähnlich wie ein iPhone Bild (bei weit geringerer Empfindlichkeit, natürlich). Gedruckt wird das – falls überhaupt erkennbar – wie Korn wirken.

Jedenfalls habe ich in der Kamera nach einigem Testen nun einen Look gefunden, der vieles von dem vorweg nimmt, was ich bisher erst nach der Aufnahme verändert habe. Als ‚User-Mode‘ abgespeichert sind das momentan die folgenden Einstellungen:

Spritzlichtkorrektur ‚on‘
Schattenkorrektur ‚Auto‘
Bildstil ‚Natürlich‘ mit
Sättigung 0
Farbton 0
Hi-Key +1
Kontrast +2
Feinschärfe +1

Dazu noch Auto-ISO auf 100-12800. Die so mit jedem Klick erzeugten jpg-Dateien wirken hell und natürlich aber mit viel Zeichnung und Details in den Lichtern und in den Schatten. Kein übertriebenes Tonemapping, keine Überschärfung. Ein unaufgeregtes Bild, das man in vielen Fällen einfach so lassen kann. Falls ich an den Einstellungen noch was ändern muss, werde ich das hier im Artikel nachführen! Was man übrigens ganz und gar nicht nutzen darf, ist die falsch mit dem Wort ‚Schärfe‘ übersetzte Klarheits-Funktion (Info-Menü). Nicht nur ruiniert sie komplett die Zeichnung in den Lichtern (in der Nähe dunkler Flächen), nein, noch dazu bremst sie die Kamera so aus, dass sekundenlang keine weitere Aufnahme möglich ist. Schrott. Egal. Bleibt ausgeschaltet.

Ein 1:1-Ausschnitt einer Zooaufnahme vom Wochenende mit dem Sigma 18-300 C. Links: jpg aus der Kamera, in der Mitte: eine Entwicklung in Lightroom, wie ich sie dort vielleicht ungefähr machen würde (aufgehellt, Klarheit, Schärfe, Lichter abgesenkt, Weißpunkt angehoben – insgesamt ein bisschen zu bunt, mein Fehler) und rechts: Die jpg-Datei, leicht nachgeschärft mit jpg-Illuminator. Das Bild ist 1:1 verfügbar. Klicken, runterscrollen, dort ist der Link ;-)

Es liegt mir fern, vom Saulus zum Paulus zu werden. Für mich gehört ein Bild bearbeitet, wenn man es veröffentlicht oder es an die Wand bringt. Daran ändert sich nichts. Allerdings nimmt mir die KP mit diesen Einstellungen oft weite Teile der Bearbeitung ab. Die Bilder für’s Album sind damit hoffentlich weitgehend gegessen oder brauchen nur noch ein paar Handgriffe mit jpg-Illuminator. Von den RAWs werde ich mich nicht trennen können. Aber vielleicht reicht mir dann tatsächlich das nur noch halb kompatible Lightroom 5 mit dem ich mich zum Ausgleich einigermaßen gut auskenne. Jedenfalls muss ich vorerst nicht nach einem neuen RAW-Konverter suchen. Die KP passt mir!

[im Netz verfangen] schwarz auf weiss

[un/limited] – 5° Celsius

Institut für Pflanzenzüchtung, Saatgutforschung und Populationsgenetik Hohenheim, smc DA 2.8/35 mm Limited @ Blende 16

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