[Drucken macht glücklich] Größer drucken macht glücklicher

Die letzten beiden Beiträge drehten sich nun schon um das Entstehen nur eines Bildes und dieser Text tut das auch noch mal. Ich hab es schon oft geschrieben: Bilder müssen auf Papier. In diesem Fall ist das Papier nun Leinwand. Aber eins nach dem anderen.

Schon bevor wir dieses Mal in den Schwarzwald gefahren sind, war mir klar, dass ich ein großes Bild für die Wohnzimmerwand machen wollte. Groß in der Dimension und dafür – so weit es mir möglich ist – auch einigermaßen ‚groß‘ im Inhalt (was nicht mehr bedeuten soll, als dass ich von vorneherein keinen Schnappschuss für die Wand ‚aufmöbeln‘ wollte). Die Technik und die Idee hab ich ja schon beschrieben. Und der Familienrat war dann am Ende auch einverstanden damit, sich dieses Bild nun mal einige Zeit in der Wohnung ansehen zu wollen. Nur wie?

Das Ziel war es, das Bild in einem einigermaßen raumfüllenden Format zu drucken. Leider stellt man ziemlich schnell fest, dass das kein billiger Spaß ist. Die preiswerteste Methode für sehr große Formate sind Leinwanddrucke. Dibond, Forex, Acryl, alles was ich sonst gerne mache ist viel zu teuer, wenn man ein Format von wenigestens 150 cm Breite anstrebt. Leinwand geht. Nach einiger Recherche habe bin ich auf den Anbieter fotofox gestoßen, der einerseits ein paar ordentliche Tests aufweisen kann und andererseits eher auf der preiswerten Schiene anbietet. Im Rahmen einer kleiner Rabattaktion konnte ich das Bild in imposanten 180 x 60 cm für rund 90,- EUR drucken lassen.

fotofox 1

Vor dem Druck habe ich das Bild mittels Softproof in Lightroom neu abgemischt. Auf Anfrage bei fotofox wurde mir dafür sogar die passende icm-Datei für Lightroom zugeschickt. Überhaupt war der Kontakt zu fotofox immer sachlich und freundlich. Eine automatische ‚Optimierung‘ bietet Fotofox erst gar nicht an. Und das ist gut so!

Nach einigen Tagen gespannten Wartens (11 Tage, um genau zu sein) stand heute nun ein ziemlich überdimensioniertes Paket vor der Tür. Die Verpackung hatte ein hässliches Loch, der unbekannte Fremdkörper hat das Bild in der Packung aber um Haaresbreite verfehlt. So kam es trotzdem ohne Blessuren bei mir an. Zu meiner großen Freude passen die Lichtwerte und die Farben sehr gut. Nichts ist abgesoffen, ausgebrannt ist nur das, was ausgebrannt sein soll. Das Grün ist warm und leuchtend, das Bild ist reich an Details, hat satte Tiefen und ein edles mattes Finish.

Der niedrige Preis hat natürlich auch Folgen: Keine Versiegelung schützt die aufgespritzten Farben. Wasserspritzer hätten verheerende Folgen, wie ein Wischtest an der Rückseite zeigt. Der Keilrahmen kommt ohne Keile, ohne Filzpuffer zum Schutz der Tapete, ohne Aufhänger. Ziemlich ‚pur‘ also. Ich schätze mal, so wird das Bild nicht ewig halten. Aber was ist schon für die Ewigkeit… 🙂

fotofox 3

Pointe zum Schluss: Trotz des Verbesserungspotezials bei der Endverarbeitung ist das Bild sehr nahe an dem, was ich mir vor einigen Wochen als Ziel gesetzt habe. Nur eines nicht: Für das Wohnzimmer war das Bild immer noch zu klein. Nun hängt es über dem Esstisch und passt dort als wäre es nie anders geplant gewesen 😀

fotofox 2

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Wer will schon Bilder für die Ewigkeit? 😉 Man braucht doch einen Grund, mal das Bild zu wechseln, sonst siegt die Faulheit oder? Sieht sehr gut aus und passt da prima hin. Wie finden deine Kinder das hängende Bild?

    LG, Conny

  2. Das ist so, ja! Danke! ?

    Ich hab zwei positive Kinder, die teilen meine Freude. Die Kleine hätte das Bild lieber im Wohnzimmer, weil sie sich von ihrem Sitzplatz aus nicht sehen kann, ansonsten sind alle glücklich damit.

  3. Was soll ich sagen? – Ich finde a) das Foto großartig und die Idee, die dahinter steckt sehr kreativ (wirklich toll!). Und b): Ja, Fotos müssen raus aus dem Netz. Wie schön ist es, sie an anderen Orten wiederzutreffen. An Wänden, als Buch, auf Kommoden.
    Lg,
    Werner

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