Eine Aufnahme meiner Syltbilder hat es ins ‚Kwerfeldein Varieté‘ geschafft. Freut mich natürlich. Hier ist der Link. Da passt es ja, dass ich in den letzten Tagen meine Bannerbilder ausgetauscht und die Navigation mal ein bisschen aktualisiert und entstaubt habe.

[ Der Weg ist das Ziel ] Der Weg ist der Weg, das Ziel ist das Ziel!

[Ziele] 2015-1

Gute Vorsätze, Version 2015. Über das Vergangene ist genug geschrieben. In meinem letzten Beitrag habe ich über den ‚Zweck‘ nachgedacht. Heute rede ich vom Ziel. Gemeint ist nicht das gleiche.

Das Ziel, das ich meine, ist das fertige Bild. Oft genug existiert es nur auf einer Festplatte. Die besseren landen hier oder bei flickr, ein paar persönliche mit weniger gestalterischen Absichten auch bei facebook. War’s das? Unsere Wohnzimmerwand ist schon halbwegs voll und wenn die persönliche Motivation reicht, landen die besten drei-, vierhundert Bilder in einem Jahresalbum oder Jahrbuch. Dorthin verirren sich auch die Fotos, die ich ‚für mich‘ gemacht habe. Sie wirken aber doch ein bisschen verloren, zwischen Familienfotos, die berechtigterweise den Mittelpunkt bilden.

Auch wenn ich es viel zu sporadisch umsetze: Für mich muss ein Bild am Ende auf Papier. Eine Bildserie, für die man sich engagiert, muss man am Ende in Händen halten und die Wandfläche hier ist endlich. Mein Ziel für 2015 sind also Serien, die zu Büchern werden. Um doch noch ein mal zurückzublicken: die Notizbücher der ,’Heimatfilm‘-Serie waren in diesem Sinne schon eine gewisse Vorwegnahme. Aber sie waren ein Abfallprodukt. Zweitverwertung. Mein Ziel ist es, von vornherein ein Buch zu fotografieren.

Über Ziele zu schreiben, ist gefährlich. Das Scheitern ist dabei stets eine mögliche Folge. Es ist außerdem ziemlich öde für die Leser. Ergebnisse sind viel interessanter. Trotzdem gehören Ziele bei einem Blogger vieleicht auch dazu. Man ist ja auf dem Weg. Der ist ein Wert für sich. Man tut ihm unrecht, wenn man Ihn mit dem Ziel gleichsetzt. Und man verbaut sich damit die Ziele selbst. Ein Ziel ist etwas, das man erreichen kann. Etwas das einen Abschluss bildet. Ich mache mich also au den Weg zum gedruckten und gebundenen Bild. Jenseits vom Urlaubs- und Jahrbuch. Viel mehr will ich nicht gackern. Lieber legen.

Ich wünsche Euch allen einen guten Start in ein tolles Jahr 2015. Habt Ihr Ziele?

[vom Zweck] eine Bilanz

Ich hatte für dieses Jahr allerlei fotografische Pläne. Und nun, da es so langsam zu Ende geht, blicke ich auf einige recht raumgreifende Lücken zurück. Und gleichzeitig auf Inseln. Ausbrüche, im doppelten Wortsinn. Die ‚verrissene‘ und schmerzhafte Turin-Serie, … Weiterlesen →

[Views] 50.000

Heute abend hatte ich 50.018 ‚Views‘ auf dem Zähler. In zwei Jahren. Mich freut das. Ich wollte eben mal schnell Danke sagen, allen die hier mitlesen oder einfach nur drüberstolpern und vor allem denen, die mir immer wieder tolles Feedback geben. Danke!

Danke übrigens auch dem ‚knipsr‘ Sebastian für den angenehmen und ganz fotofernen Abend, gestern. Wieder ein Blogger mit Gesicht! Ich bin sicher, wir könnten auch mal einen sehr netten Abend mit Oliver organisieren! Sollten wir machen!

[Baustelle] Mal kurz was persönliches

Wenn’s mir besser ginge, würde ich mehr Bilder machen. Wenn ich mehr Bilder machen würde, würd’s mir besser gehen.

Das hier ist ja in erster Linie ein Fotografie- und kein persönliches Blog. Was hier steht, soll Euch vor allem mal fotografisch interessieren können (das ist sowieso schon ein hohes Ziel 😉 ). Dass zur Fotografie aber mindestens eine Person gehört und die Bilder immer auch viel über diese Person (den Fotografen) erzählen, habe ich schon oft geschrieben. Zuletzt in aller Deutlichkeit hier, aus Turin. Wenn so ein Blog plötzlich ganz still wird, obwohl eben noch große Pläne geschmiedet wurden, dann erzählt das natürlich auch was von dieser Person.

Seit gestern habe ich Urlaub. Und den habe ich auch verdient. Irgendwie war’s ein bisschen viel in den letzten Monaten, selbst wenn es schwer fällt, genau zu sagen, warum. Es war ein bisschen viel von allem. Und auch wenn die Fotografie kondensierte Freizeit ist, Erholung pur, gibt es Anderes, das noch viel wichtiger ist. Und noch besser tut. Bewegung, Entspannung. Und Familie, vor allem die!

Seit Turin schlage ich mich mal wieder mit meinem Rücken rum. Hatte das Thema fast schon abgehakt aber das war wohl vorschnell. Schwimmen, Yoga, Massage, Walking, das alles hilft. Ein bisschen. Für die Fotografie fehlt dadurch aber Muße. Und für’s Bloggen fehlt einfach die Zeit.

[still hier] Baustelle-1

Das bedeutet natürlich nicht, dass ich nicht fotografiere. Aber das sind Bilder der Familie, Bilder aus dem Alltag. So wie hier, die Einladung auf das Fest für die Maurer, die ihren Teil meiner aktuellen Baustelle in Ostfildern unfallfrei abgeschlossen haben. Ein guter Grund zu feiern. Längst hat für diesen Zweck die NX 300 (über die ich hier immer noch mal schreiben will, schliesslich ergänzt sie schon seit ein paar Monaten meinen ‚Kamerafuhrpark‘) die DSLR verdrängt. Mit einem manuellen Objektiv (hier dem Pentax 2.0/55) macht die genau das, was ich mir wünsche. Bilder mit Atmosphäre.

Das Projekt „4 x 13 ist zweitausend 14“ schicke ich hiermit offiziell für dieses Quartal in eine Pause. Die Idee mit den Cinematographien ist daran nicht schuld, die behalte ich im Kopf, vielleicht kommt sogar noch die eine oder andere einzelne Aufnahme im Blog. Ich bin nicht ganz zufrieden mit der Qualität der gif-Bilder, da muss mir noch was einfallen aber ansonsten finde ich das nach wie vor eine sehr spannende Idee. Nein, der Grund für die Pause ist eher der, dass ich ein paar ‚Pflichten‘ abschütteln will. Fotografie ist ein Genuss und das soll sie auch bleiben. Ich will zur Zeit nicht fotografieren ‚müssen‘. Ich will aber trotzdem fotografieren 😉 .

Jetzt erst mal Urlaub zu Hause. Und Ihr so?

 

[Von Lücken, Löchern und anderen Mythen] Dallmayr ohne Kaffee

Gestern habe ich zwei Artikeln von zwei Leuten gelesen, deren Blogs ich verfolge. Von Conny Hilker und von Martin Gommel. Und zu beiden Artikeln gab es viel Feedback. Conny schreibt darüber, dass sie ihr ‚Jahresprojekt‘ fallen lässt (in ihrem Fall hätten es 52 x 7 Bilder werden sollen). Und Martin schrieb ein Statement dazu, sich mit seinen Bilder selbst genug zu sein. Einen Artikel über (seinen) Umgang mit Öffentlichkeit und Reaktionen in ’sozialen Medien‘. Nicht umittelbar zwei zusammengehörige Artikel aber letztlich kreisen beide – und vor allem viele Kommentare – um die ‚Kreativität‘ und den Umgang damit. Bei Martin speziell auch um das Thema ‚Disziplin‘. Ich will gar nicht direkt auf die beiden Artikel eingehen. Sie haben mich einfach positiv angeregt, diesen kleinen Exkurs zu versuchen:

‚Kreativität‘ ist ein Mythos.

Für (Berufs-) Fotografen setze ich ähnliches voraus wie für Architekten: ‚Kreativität‘ ist kein Schmetterling sondern eine Kuh. Sie kriegt regelmäßig Futter und wird gepfegt aber sie muss auch jeden Tag Milch geben. Sonst kann man den kreativen Berufszweig an den Nagel hängen und sich eine andere Nische im Berufsbild suchen. Nur rumflattern und manchmal gut aussehen reicht nicht. Aber wie ist das bei Amateuren?

In vielen der Kommentare (zu beiden Artikeln) wird über Lücken und Löcher geschrieben. Ich selber hatte ja vor zwei Wochen auch einen kleinen Hinweis darauf in einem Bildtext versteckt. Klar, Amateure können sich Löcher erlauben. Viele versuchen sich ‚Leitern‘ zu bauen, indem sie neues Zeug anschaffen (ich hab schon mehrfach erwähnt, dass ich mich dem allgemeinen Heulen und Zähneklappern über das ‚Gear Acquisition Syndrome‚ nicht anschliessen mag. So lange man sich oder seine Familie damit nicht in Schwierigkeiten bringt, ist das als Teil des Hobbies absolut in Ordnung. Andere Hobbies sind teurer). Leider führen die Leitern nicht immer aus dem Loch. Manchmal führen sie nur in ein neues. Andere Leute schaffen es, ihr Zeug einfach in den Schrank zu legen und stattdessen Fahrrad zu fahren (oder so). Wenn sie später zur Fotografie zurückkehren (…wenn…) stellen sie womöglich nach einiger Zeit fest, dass sich nichts verändert hat. Leider auch das Loch nicht.

Vielleicht hilft also der Blick auf die ‚Berufskreativen‘: Gute Entwürfe (gute Bilder) sind immer auch Arbeit. Also geht man eben arbeiten. Just do it. Ich würde behaupten, dass der weitaus größte Teil unserer gestalteten Umwelt und unserer Bilder – unabhängig von der Qualität! – eher durch Arbeit als durch Geistesblitze entstanden ist.

Kreativität hat aber oft den Nimbus des Genialen, man wartet drauf, dass sie einen förmlich anspringt, oder man glaubt, dass sie (anderen) angeboren ist. Ich würde ‚Kreativität‘ mal mit ‚gestalterische Intelligenz‘ übersetzen. Damit kommt man schon recht weit. Jeder hat sie, in unterschiedlichen Ausprägungen. Und wie Intelligenz lässt sich die Kreativität auch schulen. Wenn man sie aber nicht verwendet, rostet sie ein. Arbeiten gehen.

Ein anderer Aspekt ist immer auch die Frage, was ich eigentlich tue und warum. Diese beiden Fragen betreffen aber tatsächlich vorrangig den den freien Künstler (egal, ob er davon leben will oder ob er es als Amateur betreibt). Sein Thema zu finden empfinde ich persönlich als den schwersten Part. Im Beruf habe ich einen Auftrag. Die Lösung liegt immer in der Aufgabe. Man kann sofort anfangen, danach zu forschen. In der freien Fotografie muss ich meinen Auftrag selber finden. Komm, Kreativität, spring mich an!

Macht sie aber nicht (bei mir zumindest). Also auch wieder arbeiten. Fotografieren. Bilder sichten, eigene und fremde, Bücher lesen, aufmerksam mit den eigenen Reaktionen umgehen. Aufmerksam mit den Reaktionen Dritter umgehen, ja, auch mit denen bei flickr und Co. Was ist mir wichtig? Und warum? Welche Bedeutung hat das für mich? Das ist der Grund, warum ich dieses Jahr die 4 x 13 Bilder machen wollte. Vier Serien. Vier Anläufe. Vier mal was fallen lassen und das Werkzeug an einem neuen Punkt ansetzen.

Jedes Bild ein Selbstportrait.

[life is thirtyfive] italienische Augenblicke

Dieses Bild hab ich ‚[life is thirtyfive] Dallmayr ohne Kaffee‘ genannt. Bei flickr hab ich ausserdem dazu geschrieben:

‚Ein italienischer Augenblick. Mitten in Stuttgart. Mit dem Cosina 2.8/24, offen. Ein Selbstportrait. Da kommt alles zusammen: Heimatfilm. Weltreise Stuttgart. Life is thirtyfive. Selbstportrait eben. Und im Bild bin ich auch noch.

Ich mag den Blick des klassischen 35-Millimeter-Objektivs (hier am Cropsensor muss eben ein 24mm-Glas ran). Deswegen ist hier auch nix geschnippelt oder gedreht. Echt jetzt.‘

Den Bildtitel kann man vielleicht gar nicht verstehen, der ist fünf mal um die Ecke gedacht. Es gibt/gab da diese Dallmayr-Werbung, in der München aussieht wie eine beliebige norditalienische Stadt. Da kurvt der Kunde dann mit seiner Vespa rum, damit der Kaffee, den er schließlich kauft ein bisschen mehr nach Aroma aussieht als nach Alltag.

Aber warum ich dieses Bild gemacht habe, das verstehe ich. Und das liegt daran, dass ich mich seit ein paar Jahren ‚zwinge‘ in Serien zu denken und zu fotografieren. Also weg von der Hoffnung auf spontane Kreativitätsanfälle, hin zur Arbeit. Noch mal: just do it. Und so kommen in diesem Bild gleich eine ganze Latte von Themen zusammen, die in dieser ‚Arbeit‘ entstanden sind:

‚Heimatfilm‘, mein Kopfkino über meine Heimat. Eine Foto- und Beitragsserie an der ich jetzt im zweiten Jahr dran bin.

‚Life is thirtyfive‘, vielleicht eine künftige Serie. Mal sehen. Momentan ist es der Verweis auf einen Blogbeitrag, in dem ich den Blickwinkel des ‚alten‘ 35ers abgefeiert habe.

Und ‚Weltreise Stuttgart‘ greift noch weiter zurück. Eine Serie über Fernweh. In jedem Bild – oder zumindest in jeder der kleinen Serien – erkennt man aber, wo man wirklich ist. Hier in Stuttgart. Das war sozusagen der Vorläufer zum Heimatfilm.

Kreativität ist ein Mythos, Löcher sind normal, (s)ein Thema zu finden ist die eigentliche Arbeit. Während dessen einfach (weiter) zu arbeiten ist ein eine gute Idee. Gute Ideen kommen dann von selbst. So etwa.

[Der Senf der Anderen] Fotoblogs und -magazine

[Der Senf der Anderen] Lesestoff-1

Lesestoff. Blogs und Magazine sind dynamisch, Linklisten sind es nicht. Deswegen hatte ich hier bisher keine. Nun habe ich nach einiger Suche einen Dienst gefunden, mit dem sich das ändert. ‚Netvibes‘ ist sozusagen ein öffentlicher Feedreader. Dort sammle ich alles, was ich zum Thema ‚Fotografie‘ zur Zeit regelmäßig lese. Und dort kann jetzt auch jeder mitlesen! Die neuesten Artikel lassen sich jeweils ‚inline‘ direkt aufrufen (Wahlweise in einer ‚Reader-Ansicht‘ oder einer ‚Webseiten-Ansicht‘), der Klick auf einen Blogtitel öffnet dagegen ein neues Fenster, um tiefer in einen verlinkten Blog einzusteigen.

‚Der Senf der Anderen‘ ist also (m)eine ganz persönliche Sammlung von Foto-Feeds. Etwas anderes kann und soll es nicht sein. Keine ‚Bestenliste‘, kein umfassendes Verzeichnis, einfach Lesestoff. Wer in dieser öffentlichen Liste nicht vertreten sein will, der möge es mir bitte sagen. Kein Problem. Und wer sich dort (umgekehrt) nicht findet, aber gerne dabei wäre, darf mir auch einfach schreiben: Die Seite wird sich laufend ein wenig verändern, so wie sich eben auch meine Interessen verändern oder z.B. die Aktivität eines gelisteten Feeds. Der ‚Absprung‘ findet sich ab sofort oben in der Hauptnavi. Er heisst ganz einfach ‚Links‘.

Der guten Ordnung halber weise ich noch auf mein Impressum mit den Nutzungsbedingungen und insbesondere auf den Punkt ‚Haftung für Links‘ hin. Muss halt sein. Egal. Viel Spaß!

[fast ohne Bilder] Die Segeljacht ‚Miles‘

Freunde von uns machen das Mittelmeer unsicher. Das liest sich sehr spannend und macht Fernweh. Ich finde, die drei Landratten machen das toll. Aber ich bin ja selber noch eine viel größere…

Jedenfalls denken wir oft an Euch, Christine, Stefan und Alexander! Oft genug, um im Wald gedankenverloren Schiffchen zu schnitzen:

[fast ohne Bilder] Die Segeljacht 'Miles'-1

Samsung NX 1000 mit Cosina 24/2.8, offen. Life is thirtyfive.

[bitte nicht stören] Konzentration

Manche Momente stört man besser nicht mit der Kamera. Ist das einen Blogbeirag in einem Fotografieblog wert? Keine Ahnung. Ich zeichne gern und viel (viel!) zu selten. In der Vergangenheit (in Foren) habe ich immer … Weiterlesen →

[Heimatfilm] Skizzenbücher

Die ‚Heimatfilm‘ – Hefte sind da. Ein Bild, das man nicht in Händen halten kann, ist in meinen Augen erst halb fertig. Obwohl ich die Serie ja locker fortsetze, wollte ich das erste Jahr endlich … Weiterlesen →