[Heimatplanet] Luftschiff

Ein Lieblingsbild meiner ersten drei Wochen mit der Theta V. Der Asemwald als schwebende Kugel an deren Reling ich stehe, eine Seifenblase aus Beton, ein Luftschiff, ein UFO. Ein Ort ohne Schwere. Was könnte man schöneres über sein Zuhause sagen? So fühlt es sich für mich an, hier zu wohnen.

Theta V, 2/3 Unterbelichtung, ISO 80, Projektion mit ‚Theta+‘, Nachbearbeitung mit Lightroom.

Das Foto entwickelt in meinen Augen – wie schon das Bild vom Fernsehturm Stuttgart gestern – den Eindruck, es sei mit Hilfe einer Drohne entstanden. Dieser distanzierte Blick ist etwas, das mit der Theta leichter fällt als mit konventionellen Kameras. Jeder Asemwälder würde in dieser Aufnahme sein Haus erkennen und gleichzeitig ’stimmt etwas nicht‘. Eigentlich stimmt gar nichts, außer dem Gefühl. Der Betrachter wird verwirrt. Ehrlich gesagt bin ich selbst auch immer noch verwirrt. Und das ist ja nicht so schlecht. Das mag ich an der Theta.

[Heimatplanet] Heimweg

Vom Radfahren habe ich schon geschrieben? Statt zu gehen (wie in den 1 1/2 Jahren davor) fahre ich seit Juni mit dem E-Bike zur Arbeit. Zwei mal täglich eine gute halbe Stunde Bewegung durch meine Wälder. Ohne sich auszupowern. Ohne Stau, ohne Bus, ohne U-Bahn, ohne Parkplatzsuche. Es ist genial. Und es bleibt auch jetzt noch genial, wenn ich über den Schnee rolle, der alles ganz leise macht. Und sogar der kalt spritzende Matsch bei Tauwetter macht mir nichts mehr aus. Auf das richtig kalte Wetter warte ich aber lieber noch, bevor ich hier Sprüche klopfe 😉 .

360° Kugelpanorama aufgenommen mit der Ricoh Theta V, Projektion gerechnet mit ‚Theta+‘, nachbearbeitet mit Lightroom

Meine alte Reihe ‚Heimatfilm‘, die ja mal als Jahresprojekt begonnen hatte, lässt mich bis heute nicht ganz los. Mit der Ricoh Theta V entstehen nun sozusagen Bilder meines ‚Heimatplaneten‘. Auch diese Aufnahme habe ich zwar (wie das Bild von gestern) als ‚Little Planet‘ ausgearbeitet, sie wirkt (auf mich) aber geradezu normal und fügt sich recht ‚lautlos‘ an meine seit Jahren laufende Serie an: Ein Abend im Wald. Das Licht des Rades ist blendend hell, außerhalb des Lichtkegels fällt die Dunkelheit über den Wald. Im Hintergrund bilden die vertrauten Hochhausscheiben die Kulisse. Sie geben dem Bild Ort und Richtung. Heimat. Mein Heimatplanet.

[Heimatfilm] Wieder

Wieder Frühling, wieder mal da, wieder ein Bild im ‚Heimatfilm‘.

Ja, ich schreibe wenig. Viel zu wenig, wenn’s nach mir geht. Ja, das hat einen Grund. Letztlich sogar mehrere. Ja, ich werde Euch und mir die Aufzählung ersparen, jeder von uns kennt sie, jeder erlebt sie selbst.

Die Kamera trage ich jeden Tag bei mir. Ernsthaft. Eine hab ich immer bei mir und damit meine ich nicht das Smartphone. Und dann plötzlich. Eine halbe Stunde ohne Plan. Im richtigen Augenblick. Einfach endlich in den Rucksack greifen und das Ding aus dem Neoprentuch wickeln. Einschalten. Gar kein Ziel haben. Kein Projekt ausser den alten, fast vergessenen Serien. Gar nicht weglaufen. Einfach zur Seite drehen. In den Wald sehen, in ein Treppenhaus schauen, die wild blühenden Bäume beachten und ins Knipsen kommen. Ist ein gutes Gefühl. Sollte ich öfter machen. Sollten wir alle öfter machen. Weiterlesen →

[Über Kreativität] Ein Märchen vom Druck und vom Ventil

Das Hobby Fotografie habe ich mir zugelegt, als ich meine berufliche Aufgabe vom eher entwurflich geprägten Arbeiten mehr zur Realisierung von Gebäuden verlagert habe. Die Kreativität, so hab ich das immer formuliert, hat sich ein neues Ventil gesucht. Aber stimmt das? Ist Kreativität etwas, das in uns kocht und einen glatt zum platzen bringt, wenn es nicht raus kann? Ein schönes Bild ist das ja. Nur ist es leider mindestens unvollständig.

 

Was ist also ‚Kreativität‘? Zunächst mal bedeutet das Wort einfach Schöpferische Kraft. Kreativ ist man, wenn man Ideen hat und diese gestalterisch verwirklicht. Sich das klar zu machen nimmt schon mal etwas Druck aus dem Kessel. Kreativität bedeutet nämlich nicht notwendigerweise, dass das was man macht unbedingt bahnbrechend, atemberaubend und völlig neu sein muss. Einfach nur eine Idee machen. Das klingt realistisch.

Als Architekt – um (m)ein Beispiel außerhalb der Fotografie zu wählen – bewegt man sich in einem engmaschigen Netz von Vorgaben und Zwängen. Ausgehend von den Bedürfnissen und Wünschen des Bauherrn spannt es sich vom Baurecht zu den Kosten, von der Erschließung zur Baukonstruktion und von Materialien bis zu den Terminen (um nur ein paar wenige Stichwörter fallen zu lassen). Die Kreativität des Architekten findet innerhalb dieses Netzes statt. Er kann es nicht ignorieren. Vielleicht kann er es an der einen Stelle etwas dehnen oder an einer anderen ein Stück weiterweben. Nur wenige verlassen es aber ganz. Indem sie Ideen formulieren, ohne den Anspruch sie auch zu bauen. Vordenker und Visionäre. Bei Ihnen findet das Machen aber immer noch statt, wenn schon nicht in Form von gebauter Realität, dann doch in Wort und Zeichnung. Oft gelten sie damit als die kreativsten Köpfe und prägen das, was allgemein unter Kreativität verstanden wird. Ist das eigentlich richtig?

Zunächst mal möchte ich unterstreichen, dass dieses freie, von der Realisierung abgekoppelte Vorwärtsdenken in meinen Augen geradezu unverzichtbar ist. Ohne dieses Prinzip des offenen, hinterfragenden und Zwänge negierenden Forschens würden wir noch in Höhlen leben. Und gleichzeitig ist es nicht weniger kreativ, sich innerhalb des Netzes zu bewegen. Eher im Gegenteil. Im Bereich der Fotografie ist es geradezu unumgänglich:

Eine Idee machen. Wenn man Kreativität auf diesen Nenner bringt, ist es der nächste Schritt, sich das Machen und die Idee näher anzusehen. Zum Machen in der Fotografie gehört alles das, was uns Fotofreunde ja immer ganz besonders umtreibt: die Technik und die Techniken.

Von der Kamera bis zur Bildgestaltung, von Stativ und Blitz bis zur Präsentation oder dem Druck, von der Belichtung bis zur Gewichtung.  Alles von der Beherrschung der Ausrüstung bis zur Beherrschung von Genre, Komposition, Licht und Moment gehört zum Machen. Das ist hier das Netz, in dem wir uns bewegen. Ein solches Netz engt (mich) nicht ein. Letztlich hilft es (mir) eher, eine Idee auszuarbeiten, auf den Punkt zu bringen. Das gilt für die Architektur und die Fotografie. Und da war auch schon das zweite Stichwort: Die Idee.

Pfingsten-1

Machen ohne Idee ist in meinen Augen eine Art Sport. Ein Krafttraining der Fertigkeiten, der Beherrschung der Technik und der Techniken. Training für die Schöpferische Kraft. Kreativ ist darauf aufbauend dann aber erst die Verbindung des Machens mit einer Idee. Das tückische an der Idee ist, dass sie hier erst nach dem Machen wirklich herzeigbar wird. Ideen zu beschreiben ohne sie zu realisieren gilt in der Fotografie nicht viel. Trotzdem funktioniere ich so, dass ich Ideen gerne mit Worten auf Papier untersuche, umkreise, abgrenze, zuspitze und ausarbeite. Oder sie wegwerfe. Ganz für mich allein. Das lebt aber sicher jeder anders. Die Methode ist egal, wichtig ist es, für sich selbst eine Idee zu entwickeln, welche Bilder man machen will. Bei manchem läuft das spontaner oder intuitiv, ich selbst nähere mich bei  wie gesagt eher ‚theoretisch‘ an. Ältere, mit Leben erfüllte Ideen gehen irgendwann ins Muskelgedächtnis über (Das Beitragsbild ist so ein Beispiel. Die Serie ‚Heimatfilm‘ hat längst tiefe Wurzeln geschlagen und läuft im Autopilot mit, selbst wenn ich nur ein paar Familienfotos schießen will).

Was sind Ideen?  Hier lauern üble Fallstricke. Die Suche nach eigenen Ideen öffnet das ganze Spektrum von Missverständnissen. Eine Idee ist nichts, was man in einem Blogpost oder in einem Buch finden kann (und gleichzeitig sind Blogposts und Bücher gute Auslöser oder Sprungbretter für eigene Ideen). Eine Idee ist nicht nur eine Idee, wenn sie noch niemand hatte (und gleichzeitig sind gute Ideen oft auch neu und unerwartet).

Die gute Nachricht: eine Idee ist besser als keine. Wir reden über Kreativität und da gilt dieser Satz. Auch im Kreativen gibt es blöde um noch blöderere Ideen aber so lange niemand zu Schaden kommt, ist das nicht schlimm. Häufiger als auffallend blöde Ideen sind schwache, mutlose, wenig originelle, nur nachahmende Ideen. Auch die tun nicht weh aber sie helfen der Kreativität nicht weiter. Und bei denen muss man aufpassen,  ob sie überhaupt schon Ideen oder noch Techniken sind. Ich zähle hier bewusst keine Beispiele auf, denn für den einen mag schon eine Idee sein, was für den anderen nur (noch) eine Technik ist. Das ist auch OK so. Verinnerlichte, eingeübte Ideen werden zu Techniken. Das ist das, was ich oben im Wort ‚Muskelgedächtnis‘ ausdrücke.

Ein Rezept für Ideen gibt es nicht. Ich kann nur von mir berichten und damit den Bogen noch mal zur Architektur schlagen: Die Antwort verbirgt sich in der Frage. Eine starke Idee für ein Gebäude steht immer mindestes mit einem Bein auf dem Fundament der Bauaufgabe. Was genau will der Kunde, was braucht er (das muss nicht unbedingt deckungsgleich sein), was bringt der Ort mit, was die Technik und was die Zeit, der Stil der Zeit, der Zeitgeist. Je genauer man fragt, je engmaschiger man das Netz webt, desto leichter findet man zu Konzepten. Und am Ende zu der einen Idee. Klingt nach Arbeit? Genau, das ist es. Es mag geniale Entwerfer (Fotografen) geben, denen die Ideen wie Sterntaler zufallen. Ich bin keiner davon. Und ich bin noch keinem begegnet, glaube ich. Das ist enorm tröstlich, oder? Es ist Arbeit, man kann Ideen erarbeiten. Man muss sie nicht einfach nur haben. Man ist nicht schlechter, wenn Ideen nicht von selber aus einem herausplatzen.

Und da sind wir wieder beim Druck und beim Ventil. Nein, die Kreativität ist nichts, was in uns kocht und uns zum platzen bringt, wenn wir ihr kein Ventil geben. Wir müssen ihr ständig einheizen, damit sie auf Temperatur bleibt. Mit dem Machen und mit Ideen.

Kreativität ist Arbeit. Der Kunde sind wir selbst (zumindest in der freien Fotografie). Fragen wir uns, warum wir (etwas) fotografieren wollen, dann sind wir den ersten Schritt auf eine eigene Idee zugegangen. Jetzt können wir damit weiter machen das spontan ‚gewollte‘ zu hinterfragen und uns dann darum kümmern, was das Sujet mit sich bringt, was die Technik und was die Zeit. Kreativität ist keine Gabe. Sie ist erlernbar und sie muss gepflegt und geübt werden. Und das ist doch besser als wenn sie ein Geschenk wäre, das man hat oder nicht hat. Leider ist es auch eine Ausrede weniger.

[Über Bildserien] Nachhaltige Waldwirtschaft

Ich hab’s erwähnt: Ich gehe. Zur Arbeit. Nicht nur morgen früh, wenn hier in Stuttgart Busse und Bahnen streiken sondern so oft wie möglich. Durch den Wald vor meiner Türe. Als ich darüber das erste Mal berichtet hatte, schrieb ich, zu gehen sei kein Fotoprojekt. Das ist so. Für heute vergessen wir das aber mal.

[Heimatfilm] Nachhaltige Waldwirtschaft-13

Über das Für und Wider der Waldwirtschaft werde ich mich nicht auslassen. Wir sind auf den Rohstoff Holz angewiesen, er gilt als besonders nachhaltig und ökologisch. Dazu gehört es, dass er geerntet wird. Dass man das auch schonender machen könnte, steht auf einem anderen Blatt. Die Veränderung meines Wanderwaldes ‚wollte‘ deshalb unbedingt zu einer Bildserie werden.

Ich bin ja ein großer Anhänger des Fotografierens in Serien. Meistens nehme ich mir Serien vor, die über mehrere Wochen oder Monate, manchmal sogar Jahre tragen sollen. Machmal sind es kleine, in sich geschlossene Themen, die man an einem Tag beginnt und abschließt. Die kleine Reportage über Sammys Frisiersalon war so etwas. Oder heute eben Bilder von gefällten Bäumen. Warum liebe ich Serien?

Serien sammeln. Wenn eine Serie entsteht, dann hilft mir das, mir selbst über etwas klar zu werden. Man schnitzt alles überflüssige ab, schleift dran rum, pustet immer wieder den Staub ab und hat am Ende (im Idealfall) einen klaren Gedanken vor sich. Und nicht mehr unscharf in sich. Um das am Beispiel dieser Bilder hier festzumachen: Ich habe mich anfangs ungeheuer geärgert, dass ‚mein‘ Wald so zugerichtet wurde. Das war doch mein Wald, der hatte gefälligst so zu bleiben wie er war. Der Gedanke schlich sich seit Wochen immer wieder in meinen Kopf am Morgen. Nun wird das anders sein. Nun habe ich Ihn zu einer Bildserie gemacht, den Gedanken in Bilder gefasst und damit gewissermaßen für mich abgeschlossen.

[Heimatfilm] Nachhaltige Waldwirtschaft-5

Serien erzählen. Ein einzelnes Bild kann das nicht. Oder nur sehr viel schwerer, lückenhafter, unvollständiger. Mit einer Serie kann man alle Seite eines Gedankens beleuchten. Wie Bäume zu Stückware werden. Wie die alten Baumriesen aus dem Dickicht junger dünner Stämmchen verschwinden. Wie die Erntefahrzeuge Breschen durch den Wald brechen. Wie der Wald dennoch bleibt, was er war. Oder es zumindest wieder werden wird.

[Heimatfilm] Nachhaltige Waldwirtschaft-12

Serien kann man zeigen. Zumindest mir geht es so, dass ich (meine) Einzelbilder gerne als Stückwerk wahrnehme. Auch hinter berühmten, ikonenhaften Einzelbildern stehen meist Serien. Serien machen herausragende Bilder in meinen Augen erst möglich. Manchmal schafft man es in einer Serie ein einzelnes Bild zu treffen, in dem der ganze Gedanke spürbar wird, in dem die ganze Serie kondensiert. Das ist nicht die Regel. Schön wär’s. Aber die Serie ist die Voraussetzung, dass es ab und zu gelingt. Und wenn ein solches Bild nicht dabei ist, dann schafft es eine Serie vielleicht trotzdem noch, den Betrachter ein bisschen zu fesseln und mitzunehmen. Besser als ein einzelnes Bild.

[Heimatfilm] Nachhaltige Waldwirtschaft-15

Ich könnte jetzt noch etwas zum Handwerklichen einer Serie schreiben. Über die Entscheidung für einen einheitlichen Bildstil, über Farben, Brennweiten, Schärfentiefen oder Bearbeitung. Das wäre einfacher, wenn ich mich hier in diesem Beispiel wenigstens auf ein einheitliches Bildformat festgelegt hätte. Ich hab es nicht getan weil ich situationsgebunden reagiert habe. Ich habe auch zwei Kameras mit zwei Brennweiten verwendet. Den Zusammenhalt suche ich in den Farben und der Wiederholung scheinbar gleicher Motive. Mehr nicht. Deshalb lasse ich das Handwerkliche heute einfach beiseite. 😉

[Heimatfilm] Wieder oben.

Er ist wieder offen. Wenn das mal kein Anlass für ein spätes Bild in der Serie ist. Fast drei Jahre hat es gedauert, bis der Fernsehturm, das unbestrittene Wahrzeichen Stuttgarts, brandschutzmäßig so weit aufgerüstet war, dass nun wieder 320 Personen gleichzeitig in und auf den Turm dürfen. Drei Jahre lang war er zu. Ganz dunkel war er nie und doch strahlt er nun irgendwie wieder heller und schöner in unsere Schlafzimmer.

Heute war die Sicht nahezu null. Ob’s einfach ‚diesig‘ war oder ob das wirklich der Feinstaub ist, der messtechnisch nachweisbar in unserer Luft liegt, man kann es schlecht sagen. Jedenfalls denkbar schlechtes Wetter für einen ersten Ausflug auf den Turm. Oder eben auch nicht:

[Heimatfilm] Ausgang offen-18

Soligor 2.8/135 C/D an der Samsung Galaxy NX

[Haushaltsbuch] Eine Inventur

[Haushaltsbuch] Eine Inventur -9683

[Haushaltsbuch] Eine Inventur -9697-2

[Haushaltsbuch] Eine Inventur -9699

Wie es der Zufall so will, lag ich letzte Woche flach. Die Blogsoftware hat fröhlich jede zweite Nacht ein Bild veröffentlicht, wie ich das ja -noch gesund- geplant und vorbereitet hatte. Nur für weiteren ‚Nachschub‘ hatte ich logischerweise keine Energie. Deswegegen fasse ich heute meine vorerst letzten drei Bilder in einem Beitrag zusammen und werde dann in aller Ruhe weiter machen.

[Wasser] Hafenstadt

[Wasser] Hafen-13

Im Herbst hatte ich mich auf die Suche nach dem Wasser in Stuttgart gemacht. Gefunden hatte ich es in blauen Rohren, die mit leichten Anklängen an den Film Brazil durch die Innenstadt Stuttgarts verlegt wurden, um das Grundwasser in den Bauphase des Tiefbahnhofs abzuleiten.

Heute bin ich erneut auf die Suche gegangen. Auch Stuttgart ist eine Hafenstadt. Der Hafen ist nicht romantisch und schon gar nicht schick. An den meisten Stellen ist er nicht mal verfallen oder verlassen. Er ist einfach ein Industriestandort. Dort wird Schrott umgeschlagen, Bauschutt verladen, halbfertige Werkstücke oder Rohstoffe verschifft oder gelöscht. Vieles davon in Containern. Wie überall.

Und doch hat so ein Hafenbecken Ausstrahlung. Die Luft schmeckt ein bisschen nach Ferne. Zwischen Enten, Tauben und Krähen treiben sich auch ein paar Möwen herum. Und das Wasser. Selbst der trübe Neckar lässt mich Durchatmen. Auch zwischen Verladekränen und Müllsäcken, zwischen Rangiergleisen und Containerburgen. Erstaunlich. Ich kenne das, seit ich mal eine Saison regelmäßig dort Rudern war. Aber es überrascht mich trotzdem immer wieder.

Gefunden habe ich aber nicht nur Wasser. Gefunden habe ich an einem wechselhaften Tag auch Häuswände, die von Schrott und Schutt in Gemälde verwandelt wurden. Ich bin erst zwei mal dran vorbeigestolpert, bevor ich mein Geschenk entdeckt hatte.

[Wasser] Hafen-9

[Wasser] Hafen-10

[Wasser] Hafen-11

[Wasser] Hafen-12

[Heimatfilm unltd.] Take a walk on the wald side

Meinen Weg zur Arbeit kann ich mit dem Auto fahren. Allerdings könnte ich das Auto seit dem ersten Oktober eigentlich nicht mehr parken. Stuttgart hat sich eine umfassende Parkraumbewirtschaftung verpasst. Ich kann ihn auch mit … Weiterlesen →

[Heimatfilm unltd.] Wasser

Dass Stuttgart eine Stadt am Wasser ist, merkt man erst wenn man gräbt. Es gibt hier kaum Gewässer. Die Stadt liegt an einem weitgehend verrohrten Rinnsal namens Nesenbach. Es mündet in den Neckar. Der Neckar … Weiterlesen →