[Lichtskizzen und Schattenrisse] (De)konstruktion

[Heimatfilm unltd.] Dekonstruktion

Leben ist Veränderung. In Stuttgart gibt es davon immer eine Extraportion. Die Innenstadt, die im zweiten Weltkrieg zu fast 70% zerstört wurde, befindet sich seit Jahrzehnten in stetigem Umbau. Derzeit entstehen mit dem ‚Milaneo‘ und dem ‚Geber‘ zwei riesige Einkaufszentren jenseits der beiden äussersten Enden der Königsstraße. Beide werden wohl noch in diesem Jahr ihre Pforten öffnen. Und nun entsteht ein weiteres Loch, diesmal mitten im Herzen der Stadt, einen Steinwurf vom Alten Schloss entfernt. Der Abriss hat begonnen. Heimatfilm ist auch, wenn wieder ein Stück Heimat verloren geht. Eine neue entsteht. Die meiner Kinder.

Eine Randnotiz: Es bleibt dabei, ‚[Heimatfilm unltd.]‘ bleibt ‚mein‘ Thema. Bei ‚[Lichtskizzen und Schattenrisse]‘ verschmilzt dieser Inhalt mit einem Konzept, das offenbar auch noch direkt aus der Serie ‚[Lichtpfützen und Schattenseen]‘ abstammt. Fällt mir nichts mehr ein? Momentan ist beruflich gut was los und das hier ist (m)ein Hobby. Es geht hier also ruhiger zu, das merkt man an der etwas reduzierten Frequenz. Gleichzeitig zwingt mich das, mich auch fotografisch (mehr) mit dem zu befassen, was mich auch wirklich alltäglich betrifft, was mir begegnet und was so ‚vorbeirauscht‘. Und genau da begenen sich die zwei Themen. Also. Jede Zeit hat ihre Bilder. Für mich sind’s nun noch mal diese ‚blurries’*.

*(c) donlunzo16 😉

 

[4 x 13 ist zweitausend 14] Lichtskizzen und Schattenrisse

[4 x 13 ist zweitausend 14] Lichtskizzen und Schattenrisse-2

Zwei Serien begenen sich. Ich interessiere mich immer noch für das Unbestimmte und Flüchtige aus meiner 2012er-iPhone-Serie. Was mich daran gestört hat, war die ‚Abhängigkeit‘ von einigen Apps, denen ich zwar rückblickend vielleicht wirklich etwas ‚Eigenes‘ abgerungen habe, die aber trotzdem einfach ’seltsame‘ Werkzeuge für mich geblieben sind. Seither suche ich nach einem anderen Weg, Licht und Schatten skizzenhaft einzufangen. Wie ein Vorübergehender. Linien zu erhalten und sonst nur noch Details zu sehen, wenn überhaupt. Eben das was uns im Kopf bleibt, wenn wir passiv schlendern. Was Architekturen ausmacht,  Stadträume und Landschaften. Und den ‚Heimatfilm‘.

Ein neuer Versuch. Eine Doppelbelichtung.

Aufgenommen mit der NX 1000 und dem SMC Pentax 1:2/55.

Ich habe nicht wirklich vor, ‚Lichtpfützen und Schattenseen‘ wieder aufleben zu lassen. Das Diffuse in unserer Wahrnehmung interessiert mich aber immer wieder. Und der Gegensatz von natürlichen und von menschengemachten Strukturen, über den man (nicht nur) hier immer wieder stolpert und der auch immer wieder Thema für meinen ‚Heimatfilm‘ ist. Der grossartige Peter Bialobrzeski beherrscht diese Konfrontation zwischen Urbanität und Natur wie kein anderer. Ich mache stattdessen Experimente, z.B. mit den Bestandteilen eines kleinen Kaleidoskops meiner Kinder. Und plötzlich begegnen sich ein paar meiner Gedanken in vier unscharfen Bildern:

[vergittert und vernetzt] Die Stadt und der Bücherknast

[Lichtpfützen und Schattenseen] Eine verwandte Serie von Martin Gommel

Heute bei Kwerfeldein: Auch Martin Gommel experimentiert mit einer ähnlichen Technik, wie der, die ich für meine ‚Lichtpfützen und Schattenseen‘ verwende. Martin schreibt, seine Bilder ‚ähneln in gewisser Weise der Erinnerung an Vergangenes. Das ist … Weiterlesen →

[Lichtpfützen und Schattenseen] In Konsumtempeln und anderen dunklen Ecken

[Basel] Lichtpfützen und Schattenseen

Einen griffigen Namen für meine Langzeit-/Mehrfachbelichtungen habe ich immer noch nicht. Vielleicht sollte mir das wichtig sein. Mir sind die Bilder aber wichtiger. Best of Basel im September:

 

[besucht] Basel

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[gesucht] Dunkle Ecken II