[Coverfoto] Und immer wieder der Schwarzwald

Im Frühjahr durfte ich mich freuen, weil Mike Maas mich kontaktiert hatte, um ein Bild aus meiner „mystischen“ Schwarzwald-Serie von 2014 für eines seiner Hörbücher zu verwenden. Es ist nicht bei diesem einen Bild geblieben. … Weiterlesen →

[Coverfoto] Mordschwarzwald

Es ist schon einfach toll, wenn das Telefon klingelt und sich jemand vorstellt, weil er ein Bild für ein Hörbuch verwenden will. So ging es mir letzten Herbst und der ‚jemand‘ war Mike Maas, der … Weiterlesen →

[Wert und Wertigkeit] Cewe-Fotobücher im Vergleich

[Wert und Wertigkeit] CEWE-Vergleich-1

[Wert und Wertigkeit] CEWE-Vergleich-2

Ich habe mal wieder Bücher machen lassen. Ein Fotobuch aus dem Schwarzwald. Und da ich ohnehin mehrere Exemplare des Buches drucken lassen wollte, hat mich die Neugier gepackt. Wie fällt wohl der Unterschied zwischen teuer (Hardcover, Belichtung auf Fotopapier) und preiswert (Softcover, Druck auf Normalpapier) aus? Ich mach es kurz: Ich werde für den Eigenbedarf nie mehr gedruckte Bücher bestellen.

26 bedruckte Innenseiten kosten mit Softcover derzeit 21,95 EUR (A4 quer). Das selbe Buch auf Fotopapier belichtet kostet 32,95 EUR. Mehr als 50% Aufpreis also, in diesem Fall. Das gedruckte Buch kam zwei Tage früher und hatte also die Chance, nicht gleich im direkten Vergleich antreten zu müssen. Für sich genommen, kann es durchaus gefallen. Da ich schwarze Seitenhintergründe verwendet habe, kann ich über eine sehr schöne satte Tonung berichten. Die Bilder sind auch in den Schatten sehr schön durchgezeichnet und entsprechen farblich und tonal dem, was ich vom Bildschirm her erwartet hatte. Das Cover ist ein bisschen überhart in der Schärfe (obwohl ich eigentlich jede Optimierung ausgeschaltet hatte), wirkt aber frisch und hochwertig, etwa wie ein gut gemachtes Taschenbuch.

Als dann aber das Buch auf Fotopapier kam, war das ein Unterschied, der größer kaum sein könnte. Dass das Buch über die viel dickeren Seiten und den Hardcovereinband drei mal so dick ausfällt, hätte ich wissen können. Wenn es dann vor einem liegt, überrascht es dennoch. Und wie es vor einem liegt! Durch das andere Fertigungsverfahren blättert das Buch auf jeder Seite vollkommen flach auf. Kein Bundsteg. Ich weiß zwar nicht, wie oft das Papier diese Bewegung aushält, im Neuzustand ist es aber beeindruckend.

Was die Bildwiedergabe angeht, so gibt es zwei Erkenntnisse: Die gedruckte Version ist (bei normalem Betrachtungsabstand) gut. Wenn Bilder im Miniaturformat verwendet werden, wird allerdings das Druckraster sichtbar, einfach weil man näher ran geht und genauer hinsieht. Dieses Problem kennt das Buch auf Fotopapier nicht. Allerdings reproduziert es die Bilder ein kleinen Bisschen dunkler, was schnell mal zu mehr abgesoffenen Bildteilen führt, als geplant. Für ein CEWE-Buch auf Fotopapier ist es also besser, eine halbe Blende heller nachzubearbeiten oder die Schatten ein bisschen anzuheben (immer vorausgesetzt, die automatische Optimierung ist deaktiviert).

[Wert und Wertigkeit] CEWE-Vergleich-3

[Wert und Wertigkeit] CEWE-Vergleich-4

 

Mein Fazit stand schon in der Einleitung. Das Buch auf Fotopapier ist seinen Aufpreis wert. Punkt. Eine Gedruckte Version ist aus meiner Sicht nur interessanter, wenn es um größere Auflagen geht (Kosten). In diesem Fall sollte man darauf achten, keine zu kleinen Bilder abzusetzen, im Layout einen reichlichen Bundsteg einplanen und natürlich keine Bilder über zwei Seiten strecken.

[a black forest]: Sagenhafter Schwarzwald

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Der Schwarzwald ist sagenhaft. Sagenhaft ruhig zum Beispiel. Man findet dort Orte, die tatsächlich frei sind von aller Lärmverschmutzung, die wir uns jeden Tag zumuten. Dort rauschen Bäume und Bäche, im Wald brummen nur Bienen, der Schwarzspecht ruft und man hört wie die Kühe das Gras ausrupfen. Keine entfernte Straße, kein nahes Auto kein Flugzeug, nichts Menschengemachtes stört. Natürlich nicht überall. Aber wir haben so einen Ort gefunden und sind dort seither jedes Jahr einmal.

Sagenhaft ist der Schwarzwald aber auch im wörtlichen Sinn. Da begegnen sich Volksfrömmigkeit und Naturmystik an vielen Ecken. Das Freilichtmuseum ‚Vogtsbauernhof‘ zeigt bis in den Herbst eine kleine aber sehr schöne Ausstellung zu diesem Thema.

Und dieses ’sagenhafte‘ war dieses Jahr mein fotografisches Thema. Denn ohne ein Thema, geht es mir dort schon wie zu Hause: Es fällt mir schwer, in ‚Bildern‘ zu sehen, wenn das ‚Ganze‘ zu vertraut ist.

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Schon als wir noch dort waren, hatte ich ja schon die ersten Bilder vom Triberger Wasserfall gezeigt. Hier folgen nun noch einige Bilder, vorrangig aus dem Oberlauf. Nach der Erkenntnis, dass mit einem ND-Filter der LiveView auch an der DSLR das angenehmste Arbeitsmittel ist, hatte ich mich für das Herumklettern in den oberen Fallstufen gleich ganz für die kleine Samsung NX1000 entschieden. Die macht das gut (nur das letzte ist aus der K-5)!

Neben dem Wuchtigen und Unmittelbaren des fallenden Wassers, waren es als Kontrast vor allem die ganz stillen und ein bisschen dunklen Orte, die ich auf Bildern mit nach Hause bringen wollte. Hier sind einige davon.

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[been to] A Black Forest

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[ND-gefiltert] Der Triberger Wasserfall, endlich weich und fliessend

4 Jahre. Seit vier Jahren bin ich jedes Jahr eine Woche am Triberger Wasserfall im Urlaub. Ein Bauernhof lockt uns in die Stille eines nahe gelegenen Hochtals. Und der Wasserfall lockt mich jedes Mal zum Bildermachen. Nur, dass die Bilder mir leider bisher selten besonders gefallen haben. Denn über Urlaubsbilder hinaus (die bekanntlich einen eigenen Wert haben, der von den Qualitäten des Bildes nicht zwingend abhängt) habe ich es noch nie geschafft, diesem Wasserfall etwas abzutrotzen.

[ND-gefiltert] Triberger Wasserfall-1

Diesmal sollte das anders werden. Diesmal habe ich mich endlich vorbereitet. Und so bin ich gestern also mit Stativ, Kabelauslöser und einem Satz Haida ND-Filtern (8-, 64- und 1000-fach) angetreten. Und mit Wanderstiefeln. Und morgens um viertel nach sechs, wenn noch keine Busladungen voll europäischer und asiatischer Touristen die leicht übererschlossenen Fallstufen belagern. Und was soll ich sagen: Ich finde das Ergebnis für eine Premiere (nach 4 Jahren 😉 ) ganz in Ordnung. Aus der Tourismusmaschine ist wieder ein ruhiger Ort geworden. Ein bisschen geheimnisvoll sogar.

[ND-gefiltert] Triberger Wasserfall-2

[ND-gefiltert] Triberger Wasserfall-3

Benutzt habe ich bei fast allen Bildern den Filter, der zu einer mit 64-fach verlängerten Belichtungszeit führt. Die Zeiten waren dann bei 5 bis 15 Sekunden, die Blende konnte ich beugungsfreundlich auf f 8 bis f 11 einstellen. Empfindlichkeit natürlich ISO 80. Mit dem ND-64-Filter wurde der Live-View (den ich an der K-5 sonst fast nie nutze) mein bester Freund. Im Gegensatz zum optischen Sucher (quasi schwarz) lieferte der nämlich ein wunderbares Sucherbild und ersparte mir neben dem ständigen Auf- und Abschrauben des Filters auch gleich noch die Verwendung der Spiegelvorauslösung, die sonst angeraten gewesen wäre.

Endlich bin ich mit dem Wasserfall versöhnt, der mich immer mit seiner Wucht und Vielgestaltigkeit fasziniert hat und der sich bisher immer dagegen gewehrt hat, das auch in Bildern noch zu zeigen. Und ein bisschen angestachelt bin ich jetzt auch, fotografisch noch mehr aus langen Zeiten zu machen.