Photosport, ein Rucksack für gute Vorsätze

In der Stadt bin ich ja ein Camslinger. Thomas Ludwigs Taschenserie unter dem Label 'Cosyspeed' ist meine erste Wahl zur kurzen Jacke oder zum Shirt. Die Pentax KP ist nicht größer als eine spiegellose Kamera und passt mit 2 Objektiven wunderbar und unauffällig an der Hosenbund. Aber ich bin nicht immer in der Stadt. Und wenn ich raus gehe, mit mit den Walkingschuhen oder mit dem e-Bike, dann ist die Gürtellösung nicht mehr ganz so prickelnd. Dann hätte ich gerne eine Flasche Wasser dabei und eine Jacke, mein Zeichenzeug vielleicht oder was zu futtern. Dafür habe ich einen neuen Rucksack gesucht.

Meine bisherige Lösung war hier eine Lowepro Fastpack älterer Bauart. Das ist ein recht kompakter, steifer Rucksack, dessen oberes Fach in brauchbarem Format für fotofremde Sachen zur Verfügung steht. Dieser Rucksack hatte allerdigs auch seine Probleme. Ganz zu vorderst ist das Tragsystem zu nennen. Das nicht vorhandene Tragsystem. An meinem Fastpack kann man nicht wirklich etwas anderes einstellen als die Länge der Träger. Es gibt keinen Hüftgurt, keinen Brustgurt und keine Einstellgurte für den Winkel der Träger. Der Rucksack baumelt halt auf dem Rücken herum, wie es ihm gefällt. Auf dem Rad konnte man ihn komplett vergessen. Gut war dagegen immer schon sein seitlicher Zugriff auf die Kamera. Anders wollte ich das auf keinen Fall!

Nach allerlei Recherche und Probieren bin ich zufällig am Ende wieder bei Lowepro gelandet. Der 'Photosport 300' ist genau das, was der Name verspricht: Eine Kombination aus Sport- und Fotorucksack. Einerseits bietet er den schnellen Kamerazugriff von der Seite und Platz für die Pentax KP und 3 zusätzliche Objektive (kleinerer Bauart), andererseits ist das ein kleiner Sport-Daypack mit Platz für die Stöcke, für Wechselklamotten, Wasserflasche oder Trinkbeutel (!). Sogar Skizzenbücher oder Unterlagen in DIN A4 und ein Laptop passen locker in den Rucksack (das Laptop wäre allerdings ohne spezielle Schutzpolster unterwegs, deswegen steht in der Beschreibung des Ruckacks auch nichts von einem Laptopfach).

Insgesamt liegt dier Schwerpunkt ganz offensichtlich eher beim Sport als bei der Fotografie. Wer wie ich eine eher kleine Ausrüstung mit sich herumträgt (mehr als zwei Wechselobjektive habe ich nur selten dabei), liegt mit dem nur seitlich erreichbaren Fach noch richtig. Das gilt insbesondere für kleinere Kameras, mit nicht allzu ausladenenden Objektiven. Wobei die KP selbst mit dem voluminösen Sigma 18-300 Contemporary noch Platz für ein Blitzgerät (oder eine Versperdose) im Kameraabteil lässt, wenn man das will. Geht also.

Der 'Photosport 300' fühlt sich insgesamt relativ labberig an, nur das verborgene Kameraabteil und der Rücken weisen die Steifigkeit auf, die man von einem Rucksack in dieser Preisklasse erwartet. Selbst Rücken muss aber ohne Netzelemente und feste Streben auskommen, stattdessen hat er eine abgesteppte Polsterung aus neoprenartigem Material und liegt direkt am Rücken an. Ich habe den Rucksack bisher nur bei kühler Witterung getestet. Wie die gewählte Bauform sich bei Hitze schlägt, kann ich noch nicht sagen. Der große Vorteil ist jedenfalls, dass der Schwerpunkt des Rucksacks nahe an der tragenden Wirbelsäule liegt. Nichts schwingt oder schaukelt. Die dünn gepolsterten Gurte fühlen sich erstaunlich komfortabel an, insgesamt bemüht sich der Rucksack darum, möglichst eng mit dem Körper zu 'verwachsen'. Leicht ist er auch. Und eine Regenhaut hat er im Bodenfach eingenäht. 

Mir ist der 'Photosport 300' symapthisch. Er ist optisch gerade noch reduziert genug, um auch mal als Daypack in der Stadt durchzugehen aber sonst in allen Belangen auf Tagesausflüge getrimmt. Das war genau das, was ich gesucht hatte. One Ding a day. Ihr wisst Bescheid ;-).

Ich freue mich über Kommentare per E-Mail. Bitte nenne den Artikel im Betreff und einen Namen Deiner Wahl im Kommentar. Mit der Übermittlung einer E-Mail stimmst Du der Speicherung der übermittelten Daten und der Veröffentlichung der Nachricht an dieser Stelle zu. Natürlich werde ich Deine E-Mail-Adresse nicht veröffentlichen.