[been to] Bildungslücke, oder: wie eine Stadt Lust auf Stadt macht

Paris war eine Bildungslücke von Format. Und Paris motiviert, auch zu Hause wieder die Stadt zu suchen.

Ich war noch niemals in Paris. Als Architekt ist das etwa so, wie als Zahnarzt noch niemals einen Zahn gezogen zu haben. Und für Fotografen – auch für Amateure – ist es ähnlich. Paris ist nicht weit weg. Mit dem TGV erreicht man es von Stuttgart in 3,5 Stunden. Wenn man früh genug bucht, ist es sogar nicht mal sehr teuer. Es war Zeit, diese Lücke zu schließen.

Reisefotografie ist ja eine erfreulich einfache Sache. Auf Reisen sind die Rezeptoren sowieso schon auf Anschlag aktiv, man müsste schon mit verbundenen Augen herumlaufen, um nicht ein Motiv nach dem anderen zu sehen. Trotzdem habe ich in den zwei Tagen nicht viel fotografiert. OK, früher wären 4 Filme an zwei Tagen viel gewesen, heute ist die entsprechende Bilderzahl wenig. Viele Bilder sind am langen Arm entstanden, Erinnerungsfotos mit meiner (wunderbaren!) Frau. Selfies, wie man es neuerdings nennen ‚muss‘. 😉 Im Hintergrund der Eiffelturm zur blauen Stunde oder Notre Dame, solche Sachen. Und dennoch ist die Reise einen Blogartikel wert. Denn so eine kurze Reise kann auch etwas ganz anderes schaffen: Sie kann die Handbremse lösen, den Rost abbürsten oder den Staub wegpusten. Wie man will. Sie macht Lust auf das Fotografieren. Auf das Fotografieren zu Hause. In der Stadt, die man kennt.

Die Wachheit des Reisens auch in der vertrauten Heimat aufleben zu lassen ist nicht immer einfach. Aber wenn man es schafft, dann kann man es für etwas nutzen, das man auf Reisen leider niemals schafft: Man kann dran bleiben. Und man kann Orte bewusst aufsuchen, statt sie nur zufällig zu finden.

Die Stadt hat mir Lust auf mehr Stadt gemacht. Lust darauf immer weiter meinen ‚Heimatfilm unltd.‘ drehen.  Den Radius auszuweiten. An der Achse und dem Mittelpunkt ändert das nichts.

[Samsung NX 1000] Der DSLR-Schreck

Ich befasse mich mit Bildern und mit dem Bildermachen. Aber ich mache auch kein Geheimnis aus meinem Spaß an der Technik, an unseren kleinen ‚Spielzeugen‘. Kürzlich habe ich sozusagen meine alte Samsung GX 10 gegen eine nagelneue NX 1000 eingetauscht. Eine kleine leichte Systemkamera mit satten 20 MP auf einem APS-C-Sensor aus hauseigener Fertigung von Samsung. Die Infrastruktur für ‚echte‘ Kameratests fehlt mir komplett. Vor allem aber fehlt mir auch jede Lust, mich mit der Anfertigung und Auswertung von standardisierten Testbildern oder dergleichen abzugeben. Und nicht zuletzt kann ich nur über Kameras schreiben, die ich vorher selbst kaufe. Es wäre ein teures Vergnügen, das nur einem Test zuliebe zu tun. Also lasse ich den Anspruch eines objektiven Vergleichstests beiseite. Stattdessen schreibe ich lieber, wie es mir in der Praxis bisher mit der neuen ‚Kleinen‘ erging.

NX 1000-3 AusschnittSchwarzweiß (fast) direkt aus der Kamera (verkleinert, beschnitten, leicht geschärft) Weiterlesen →

[Gear acquisition syndrome] klein, stark, schwarz.

Wie viel kompakte Qualität bekommt man heute für kleines Geld? Ich hatte ja kürzlich meine GX10 verkauft. Ein solides Stück Kamera, gut in Schuss, erwachsen in der Bedienung, ein guter Gefährte auf meinem bisherigen Weg … Weiterlesen →