[Galaxy NX] Zurück in die Zukunft 

Da gab es mal ein Stück Kamerazukunft, das hatte keiner so recht verstanden. Das hinterließ die Testredaktionen ratlos und lag offenbar in den Regalen wie Blei. Es war radikal und irritierend und weit davon, perfekt … Weiterlesen →

[Samsung NX] Ein Abgesang

Nach allem was man in der Presse findet, hat Samsung sein NX Bajonett für spiegellose Kameras aufgegeben. Offiziell hat man sich zwar nur aus einigen (wichtigen) Märkten damit zurückgezogen, so richtig glauben will das aber … Weiterlesen →

[Anmutung] Finally

Vor 6 Jahren hat mir ein Forist, der sich damals ‚Radium‘ nannte (und zu dem ich erfreulicherweise auch heute noch Kontakt habe) geschrieben, (mein) altes Objektivgeraffel sei höchstens für eine andere, für eine besondere Anmutung … Weiterlesen →

[Gear Acquisition Syndrome] A streetcam named desire

2.4/16 mm. Das war eine Lücke in meinem Objektivsortiment. Wenn man viel Gebautes und viel Landschaftliches fotografiert, stolpert man darüber immer wieder. Dieser Brennweitenbereich kostet aber bei Pentax (mit AF) so um die 580,- EUR … Weiterlesen →

[Gear Acquisition Syndrome] Altglascontainer

[angesetzt] Altglas-1

OK, kein Container. Ein Adapter. Ich habe lange damit gerungen, aus der NX 1000 eine ‚System‘-Kamera für mich zu machen. Dass die Kleine in jeder Hinsicht nicht unbedingt die Stabilste ist, habe ich gelernt. Heute erst, ist sie mir derart ‚eingefroren‘, dass selbst der Ausschalter unwirksam war. Nur ‚Akku-raus‘ konnte helfen. Auch überbelichtete Bilder mit dem bekannten, nochmals helleren Streifen hat sie wieder sporadisch produziert. Der ‚Service‘ hat mir dazu aus meiner Sicht bisher keine auch nur andeutungsweise zielführenden oder gar kundenorientierten Angebote gemacht. Stattdessen habe ich nach einigen Wochen ‚Hin-und-Her‚ zermürbt aufgegeben (vorerst, zumindest). Dennoch macht die kleine NX seltsamerweise sehr viel Spaß. Steckt immer in der Tasche, ohne zu belasten und macht trotzdem Bilder wie eine Große. Auch schon mit dem winzigen und leichten 20-50 mm-Objektiv.

Und genau diese 20 bis 50 mm waren es, die mich immer wieder um einen ‚Ergänzungskauf‘ herumschleichen ließen. Denn 20 bis 50 mm sind zwar praxistauglich, lassen aber trotzdem reichlich Raum für weitere Wünsche. Das 16er vielleicht. Oder das 2.0/30 mm. Aber dann kam es anders. Bei einem Großflächenmarkt hier in Stuttgart lag der Adapter von NX auf Pentax K (das ‚Original‘ von Samsung) für 77,- EUR in der Auslage. Das ist sehr preiswert und kommt fast an die (vermutlich nicht sustanziell schlechteren) Billigadapter aus China heran. Nach einiger Zeit konnte ich nicht mehr widerstehen, meine Pentaxobjektive am Sensor der NX zu erproben.

Der Adapter ist sehr gut verarbeitet. Alle ertastbaren Oberflächen scheinen aus Metall gefertigt zu sein, der Blendenring (der auch das Abblenden bei Objektiven erlaubt, die selbst keinen Blendenring mitbringen) läuft präzise, vielleicht sogar eher zu leichtgängig. Dass sich die Objektive problemlos auf unendlich fokussieren lassen, dass die Kamera keine Zicken macht und dass die Objektive fest und ohne Spiel adaptiert werden, sollte sich bei einem ‚Original‘ von selbst verstehen.

Mit angesetztem Adapter erlaubt die Kamera noch Zeitautomatik oder manuelle Belichtung. Die Fokussierung erfolgt ausschließlich manuell. Als Hilfsmittel bietet die Kamera durch Drücken der ‚OK-Taste‘ (leider ist das keiner anderen, besser erreichbaren Taste zuweisbar) eine 5fach, eine 8-fach Lupe oder einen Fokushilfsbalken an (mit dem zumindest ich nicht viel anfangen kann). In der Praxis verwende ich die manuelle Belichtungssteuerung (Belichtungsmesser auf ‚Spot‘ oder auf ‚Mitte‘) und die 8-fach Lupe. Ich schätze mein Bild (Standort) ab, drücke auf ‚OK‘, messe ein paar wichtige Helligkeiten an* und stelle auch gleich scharf, berühre kurz den Auslöser um die Lupe wieder zu verlassen, finalisiere den Bildausschnitt und klick.

*Noch häufiger – v.a. bei Serien in einem relativ begrenzten ‚Setting‘ – messe ich das Licht nur ein Mal am Anfang, messe v.a. den Hautton in Lichtern und Schatten, finde dann zu ‚meiner‘ Blende, Zeit und Empfindlichkeit und kümmere mich danach kaum noch drum. Das Ergebnis sind sehr atmosphärische Serien, die aber (in Grenzen) auch von und mit Überstrahlungen oder Unterbelichtungen leben. So habe ich an den letzten Wochenenden gleich drei Familienfeiern fotografiert und bin mit der ‚Ausbeute‘ sehr zufrieden.

Meine ‚Entdeckung‘ an diesem Adapter ist das alte SMC Pentax 2.0/55. Ein Brot-und-Butter-Glas aus den 70er Jahren, das aber eine wunderbare Präzision und Weichheit in die Bilder bringt (ja, in dieser Kombination!). Die altmodische Konstruktion erlaubt ein sehr angenehmes Fokussieren mit langen Drehwegen (das manuelle Fokussieren mit dem 2.8/35 Limited ist im direkten Vergleich eine Qual: Der Bereich von ‚0,5 m‘ bis ‚Unendlich‘ spielt sich dort auf ca. 5 mm Drehweg ab. Beim 2.0/55 ist es eine 3/4 Umdrehung des Fokusrings!).

Ich fotografiere mit der NX bislang nur jpgs. Das hat mich in Verbindung mit dem Adapter eine spannende Erfahrung machen lassen (die mir in dieser Deutlichkeit bei meinem Pentax-System nie begegnet ist): Schärfe und Schärfe sind zweierlei. Während das von der Samsung ‚erkannte‘ 20-50 mm Objektiv offensichtlich von der Kameraelektronik mit reichlich Kontrast, Klarheit und Schärfung unterstützt wird, liefert das ‚unerkannte‘ Altglas schon im jpg sahnige, natürliche und dennoch scharfe Bilder, die kaum noch Nacharbeit brauchen. Besser geht’s kaum. Zusammen mit der manuellen Bedienung wird daraus ein ganz besonderes Fotografiergefühl. Ausgerechnet die billige Taschenknipse macht den Weg dafür frei.

Die Konzentration auf das Wesentliche, auf das Licht und die Stimmung leben auf, wenn man mit den Automatiken auch gleich mal die eigenen Automatismen über Bord wirft.

[Samsung NX 1000] Der DSLR-Schreck

Ich befasse mich mit Bildern und mit dem Bildermachen. Aber ich mache auch kein Geheimnis aus meinem Spaß an der Technik, an unseren kleinen ‚Spielzeugen‘. Kürzlich habe ich sozusagen meine alte Samsung GX 10 gegen eine nagelneue NX 1000 eingetauscht. Eine kleine leichte Systemkamera mit satten 20 MP auf einem APS-C-Sensor aus hauseigener Fertigung von Samsung. Die Infrastruktur für ‚echte‘ Kameratests fehlt mir komplett. Vor allem aber fehlt mir auch jede Lust, mich mit der Anfertigung und Auswertung von standardisierten Testbildern oder dergleichen abzugeben. Und nicht zuletzt kann ich nur über Kameras schreiben, die ich vorher selbst kaufe. Es wäre ein teures Vergnügen, das nur einem Test zuliebe zu tun. Also lasse ich den Anspruch eines objektiven Vergleichstests beiseite. Stattdessen schreibe ich lieber, wie es mir in der Praxis bisher mit der neuen ‚Kleinen‘ erging.

NX 1000-3 AusschnittSchwarzweiß (fast) direkt aus der Kamera (verkleinert, beschnitten, leicht geschärft) Weiterlesen →

[Gear acquisition syndrome] klein, stark, schwarz.

Wie viel kompakte Qualität bekommt man heute für kleines Geld? Ich hatte ja kürzlich meine GX10 verkauft. Ein solides Stück Kamera, gut in Schuss, erwachsen in der Bedienung, ein guter Gefährte auf meinem bisherigen Weg … Weiterlesen →