[Bix] Kuhnacht und eng wie Sau

Der Stuttgarter Jazzchor trifft ‚Funk Affair‘ im Bix in Stuttgart.

[Bix]Jazzchor Stuttgart meets Funk Affair - -19

Es ehrt einen ja, wenn man aus heiterem Himmel zu einem Konzert gebeten wird, um Fotos zu machen. Und klar, wenn gute Freunde bitten, dann bin ich da. Das war so, als ich ‚aus dem Stand‘ eine Hochzeit fotografieren sollte (ohne das je zuvor gemacht zu haben) und nun war es also ein Jazzkonzert.

Um nicht ständig die Objektive wechseln zu müssen, hatte ich die K-5 mit dem 1.4/55 und die NX 300 mit dem 2.4/16 dabei. Die Belichtungszeiten wählte ich zwischen 1/125 und 1/160, die Blenden waren offen, die Empfindlichkeit ließ ich auf Automatik bei Mehrfeldmessung, einer Blende Unterbelichtung und maximal ISO 3200. Der Rest war eine Aufgabe für Lightroom, wobei die meisten Bilder nicht viel Arbeit brauchen. Sie sind wie sie sind. Dunkel. Wie das Bix.

Das Bix ist ein kleiner, angesehener Jazz’keller‘ mitten Stuttgart. Wirklich klein. Der Jazzchor fand schon alleine kaum Platz auf der Bühne. Als die Tübinger Band ‚Funk Affair‘ dazu kam, wurde es endgültig ein echtes Gedränge. Der Musik tat das keinen Abbruch. Funknummern und Jazzklassiker standen genau so eng nebeneinander wie die ungleichen Künstler. Und alles harmonierte prächtig. Nur wie man das als – noch dazu in Sache Konzertfotografie völlig unerfahrener – Hobbyfotograf in lebendige Bilder packen soll, war mir anfangs nicht ganz klar. Stützen mitten auf der Bühne, die Tische der Gäste bis an den Bühnenrand möbliert und voll besetzt und fast kein Licht: Wow! Ich habe mich darauf besonnen das zu tun, was ich am liebsten tue: Nahe rangehen oder Details in den Vordergrund rücken.

Das 55er ist an APS-C eine Portraitbrennweite. Für das Konzert war die Lichtstärke ein Segen, die Brennweite aber etwas knapp. Um die Dirigentin, einzelne Sänger/innen oder die Musiker von “Funk Affair‘ einzeln herauszugreifen, musste ich mich schon recht selbstbewusst vor Ihnen aufbauen. Das Publikum war gnädig. Zum Glück.

Das 16er war unkompliziert. Für die Totale in einem engen, quer angeordneten Raum war es genau richtig. Die Lichtstärke ist brauchbar und die Schärfe ist auch offen gut genug, um angesichts des ISO-Rauschens keine Limitierung darzustellen. Außerdem hat es trotzdem Tiefenschärfe satt.

Nun ja. Für eine Premiere war das alles ganz großartig…   …das Konzert, meine ich 😛 . Über meine Bilder urteile ich nicht selbst 😉

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Wer ko‘, der ko‘!!!
    Sehr schöne Bilder – und genau das „Nah drangehen“ macht es glaube ich aus. Mittendrin. Gefällt mir sehr gut!!!

    lg, oli

  2. Starke Bilder. Die dunkle Bildstimmung und die roten Highlights passt perfekt zu der von Dir beschriebenen Situation. Zu eng, zu warm und trotzdem ein Vergnügen. Premiere gelungen.

  3. Na, da hast du doch alles richtig gemacht und die Fotos sprechen für sich. Ein 50er fände ich auch knapp, aber du hast auch das gemeistert. Die Idee, zwei Kameras am Mann zu haben, würde ich nächstes Mal auch umsetzen. Ich habe gewechselt und das war super-nervig!

    LG, Conny

  4. Alle Achtung. – Ich kenne das Bix (bon dort vor Jahren auf einer Geschäftsreise „gestrandet“ -und war begeistert!!!). Von daher kenne ich die Platz- und Lichtverhältnisse und kann mir vorstellen, dass es vor allem eine Prise „Mut“ brauchte, sich vor anderen aufzubauen und Fotos zu machen.
    Toll gelungen, wie ich finde!
    Lg,
    Werner

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