[Lichtskizzen und Schattenrisse] Mind the gap

[Lichtskizzen und Schattenrisse] Mind the gap-1

NX300 mit Pentax 2.0/55, Doppelbelichtung / Montage.

Eine Lücke. Die Hecke hat eine, damit man die Skulptur dahinter gut sehen kann. Eine Struktur farbiger Metallstelen. Aber was sieht man, wenn man selbst eine Lücke hat?

Ich habe eine. Keine große. Aber sie ist da. Ich hab’s ja auch schon ein paar Mal erwähnt. Die neue Serie ‚Lichtskizzen und Schattenrisse‘ ist sehr OK. Das Feedback passt auch. Aber mir ist sie vielleicht nicht neu genug: Obwohl ich mir eine neue Technik für die Serie überlegt hatte, gleicht nicht nur der Titel meiner 2012er Serie ‚Lichtpfützen und Schattenseen‘. Das Thema reizt mich und die Ergebnisse entsprechen der Planung aber vielleicht habe ich ja auch zu lange dran geplant. Keine Ahnung. Jedenfalls stecke ich in einer ambivalenten Situation: Einerseits habe ich mich an das regelmäßige Fotografieren sehr gewöhnt und geniesse es. Erholung. Jedesmal. Andererseits muss ich mich zur Zeit oft regelrecht aufraffen, loszugehen. Und habe wenig Zeit und Gelegenheit, an anderen Orten zu fotografieren als hier, also gleichzeitig im ‚Heimatfilm‘.

Vielleicht kann man sagen, dass eine Lücke auch hier den Blick auf eine Struktur freilegt: Bei mir ist das inhaltlich ganz offensichtlich die Dokumentation des dieses Ortes. Es hat mich hierher gespült und ich habe hier festgemacht. Heimatfilm. Ich hatte mir vorgenommen, den Kreis weiter zu stecken und trotzdem kreise ich meistens eher eng ums Zentrum.

Fotografisch / fototechnisch stecke ich wohl in einem Wettstreit zwischen bewusster Beobachtung und (meist eher etwas strenger) Bildkomposition auf der einen Seite und dem Interesse am Unbewussten und Beiläufigen auf der anderen. Wir sehen unsere Umwelt nicht mit der Präzision unserer Kameras. Aber diese Kameras sind eben das Instrument unserer Fotos. Ich frage mich manchmal, ob das nicht zu widersprüchlich ist, um es in gemeiname Bilder zu packen.

Und ein Amalgam gibt es auch, um die Lücke zu schließen. Das kennen viele. Neue Technik. Spielzeug. Mir haben verschiedene Umstände in den letzten Wochen gleich einen ganzen Haufen neue Technik beschert, die ich in den nächsten Wochen hier noch zeigen kann. Mind the gap: Sonst werden die Schubladen immer voller. Heute verrät schon mal die Bildunterschrift, dass mir eine NX300 ‚zugelaufen‘ ist. Sehr schönes Ding. Neue Technik ändert natürlich inhaltlich mal gar nichts aber Spaß macht sie halt schon. Und das gebe ich auch gerne zu. 😉

Das Foto oben ist wieder eine digitale Doppelbelichtung. Genauer gesagt die Montage eines total defokussierten Bildes, das die Farben und die Tonwerte bringt mit einem zweiten scharfen Bild, das die Details beisteuert.

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