[nachgelesen und vorgesehen] Ausstellung über kambodschanische Fotografie und Kunst der Gegenwart

Die ifa-Galerie in Stuttgart zeigt bis Mitte September eine Ausstellung über kambodschanische Fotografie und Kunst der Gegenwart. Das Kambodscha-Roadbook war mal der Ausgangspunkt für mich, zu bloggen. Und auch heute noch verfolge ich – leider oft mit Unbehagen – was in Kambodscha vor sich geht. Das Projekt an der ehemaligen Bokor Hill Station hatte ich in die Neuauflage des Roadbooks hier im ‚Motivprogramm‘ bereits aufgenommen. Dort wurde die Ruinenlandschaft in Mitten des Nationalparks auf 99 Jahre an einen Investor verpachtet, der dort offenbar mit gigantischen Geldmitteln ein Luxusresort entwickeln will. Noch drastischer ist, was sich seit unserer Reise am Boeung Kak See in Phnom Penh abspielt. Der ehemals malerische See wurde ebenfalls auf 99 Jahre an ein chinesisch-kambodschanisches Konsortium verpachtet, das dort einen glitzernden neuen Stadtteil der Hauptstadt aus dem Boden stampfen will. Mittlerweile wurde der See offenbar mit Sand aufgefüllt, eingezäunt und ist zu einer großen Baugrube geworden. Die Vertreibung der Anwohner und – so habe ich das verstanden – womöglich rechtmäßigen Eigentümer begann. Der Economist berichtet immerhin über Teilerfolge der Proteste gegen dieses Vorgehen. Die in der ifa-Galerie ausgestellten Künstler thematisieren auch diesen Konflikt.

Die Ausstellung ist für mich ein Pflichttermin. Hat jemand Lust mitzugehen?

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Die Ausstellung habe ich bereits besucht. Die Anzahl der Exponate ist auf gut schwäbisch sehr übersichtlich. Trotzdem lohnt sich der Besuch – dabei nicht vergessen das Buch „Phnom Penh – Das Verschwinden verhindern“ (zweisprachig) zu erstehen, welches sehr viel Infos bietet.
    Unter den ausgestellten Fotos hat mir die Serie „Human Nature“ von Khvay Samnang am besten gefallen.

  2. Pingback: [Pflichtprogramm] Phnom Penh in Stuttgart | Stefan Senf

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