[Spiel’s noch einmal, Sam!] Wahrzeichen zum Zweiten

Nach dem ersten, ziemlich vernebelten Anlauf, endlich wieder ‚das‘ Stuttgarter Wahrzeichen, den Fernsehturm zu erstürmen, habe ich gestern gleich noch mal nachgelegt. Wieder spontan, wieder ohne feste (fotografische) Vorsätze und diesmal mit meinem lieben ‚Blogger-Kollegen‘ Oliver aus München.

[been to] Wahrzeichen reloaded-3

Eigentlich standen wir – wenn man ehrlich ist – einfach beide auf dem Turm, haben die Aussicht genossen, geredet und ab und zu mal den Auslöser gedrückt. Oliver hat gerade als Gast in einem Podcast von Thomas Leuthard über ’sein‘ Thema gesprochen. Über das ‚Vier-Augen-Modell‘ von Wolfgang Zurmühle, über das wir uns auch schon mal intensiv unterhalten hatten. Das war ein Thema. Und wir haben über unsere Kameras getratscht (Oliver ist gerade vom Nikon KB-Format auf mFT umgestiegen, ich spiele immer noch sehr gern mit meiner unverschämt billigen Neuerwerbung Galaxy NX rum und lache gern und herzlich über ihre Macken und Verrücktheiten).

Ein paar Bilder sind auch dabei herausgekommen. Ich zeige die vor allem, um Lust auf einen Ausflug auf den Turm zu machen. Die Renovierung hat ihm nicht geschadet. Alles was liebenswert und altmodisch war, hat man erfreulicherweise nicht angetastet. Und das wichtigste – den Blick ins Land – hat gestern kein Nebel getrübt. Da hätte ein Teleobjektiv nicht geschadet. Aber das hatte keiner von uns dabei 😀 …

(Galaxy NX mit NX 20-50 und Nikon 1.8/50)

Ich mag es nicht verheimlichen: Eigentlich ist das ein Artikel, den ich nur schreibe, weil es einfach schön war, Oliver wieder zu treffen, weil es einfach schön ist, Euch Blogger, Leser und Kommentierer über das Schreiben kennenzulernen. Ihr seid toll! Und ich schreibe ihn, damit Ihr alle Olivers Gastspiel bei Thomas Leuthard anhört! 🙂

[Coverfoto] Mordschwarzwald

Es ist schon einfach toll, wenn das Telefon klingelt und sich jemand vorstellt, weil er ein Bild für ein Hörbuch verwenden will. So ging es mir letzten Herbst und der ‚jemand‘ war Mike Maas, der … Weiterlesen →

[Update] Jetzt auch per Facebook

Ich mach’s kurz: Nach langem Zögern habe ich mich heute spontan entschieden, meinem Blog ein ‚Spiegelbild‘ auf Facebook zu verpassen (den Begriff ‚Fanpage‘ finde ich doch ein wenig anmaßend).

Was ich nicht tun werde, ist es, Facebook auch noch Geld für meine eigenen Inhalte in den Rachen zu werfen. Das bedeutet, dass man auch nach einem ‚gefällt mir‘ nicht sicher sein kann, wirklich über neue Blogbeiträge informiert zu werden. Aber das ist eben so.

Immerhin ist das ganze vielleicht interessant für den einen oder anderen, besonders wenn man lieber bei Facebook liest, als einen Feedreader oder -aggregator (feedly oder so) zu verwenden.

Hier geht’s lang (komm’se rein, komm’se näher!)

[Galaxy NX] Zurück in die Zukunft 

Da gab es mal ein Stück Kamerazukunft, das hatte keiner so recht verstanden. Das hinterließ die Testredaktionen ratlos und lag offenbar in den Regalen wie Blei. Es war radikal und irritierend und weit davon, perfekt … Weiterlesen →

[Samsung NX] Ein Abgesang

Nach allem was man in der Presse findet, hat Samsung sein NX Bajonett für spiegellose Kameras aufgegeben. Offiziell hat man sich zwar nur aus einigen (wichtigen) Märkten damit zurückgezogen, so richtig glauben will das aber … Weiterlesen →

[Und was machst Du so für Fotos?] Schublade mit Aussicht

Wie oft passiert mir das. Irgendwie kommt das Gespräch auf mein Hobby, dann ist die nächste Frage immer: ‚und was machst Du so für Fotos?‘. Was antwortet man da? Ich hab keine Schublade parat. Mache … Weiterlesen →

1. Januar 2016 und gleich mal eine Statusmeldung der bedauerlichen Art: Christoph Boecken gibt sein Projekt „f5punkt6“ auf.  Er zieht die Konsequenz daraus, dass die Seite wiederholt das Opfer von Angriffen war. Außerdem – ich hoffe, ich tue Dir damit nicht unrecht, Christoph – hatte er schon in der Vergangenheit mehrfach geäußert, dass sein Interesse an „f5punkt6“ etwas erlahmt sei. Schade. Sehr schade. Nach Zoomyboys Liste ist das die zweite gewichtige deutschsprachige Fotoblogsammlung, die verschwindet. Fakt ist: „f5punkt6“ war auch 2015 meine Top-Referenzseite im Netz. Von nirgendwo sonst erhielt mein Blog mehr Besucher. Nun wird er also ins kalte Wasser geworfen und muss (wieder) alleine schwimmen. Ich hoffe, Ihr begleitet mich auch weiterhin!

Trotzdem und gerade deswegen: Ich danke Dir auf diesem Wege noch mal ausdrücklich, Christoph! Es war mir immer eine Ehre, bei Dir ‚dabei‘ gewesen zu sein! Alles Gute bei dem, was Du selbst in diesem Jahr vor hast! 😉

[bloggen] Rückblick, Ausblick, das Übliche zum Jahreswechsel

‚Bloggen‘. So langsam klingt das Wort nicht mehr wirklich aktuell. Noch weniger aktuell klingt allerdings das Wort ‚Forum‘. Facebook hat bis zu einem gewissen Grad beides aufgefressen. Und Facebook ist selbst schon ein alte-Menschen-Medium. Flickr ist nicht besser, Instagram vielleicht, Snapchat, Whatsapp, Twitter meinetwegen. Trotzdem poste ich noch in Foren. Und vor allem: Trotzdem blogge ich! Ein Blog ist im Gegensatz zu all diesen Medien etwas, das man im Ganzen selbst bestimmen kann. Inhalte, Präsentation, Dynamik. Ein Blog erreicht weniger Menschen als ein Forum oder Facebook, als Flickr oder Twitter. Das ist nicht schlimm. Ich bin kein Unternehmen. Ein Blog bietet statt dessen einen Blick im Zusammenhang an, der in den sozialen Medien gerne im stetigen Fluss von Happen und Häppchen untergeht.

http://stefansenf.de/?p=3730

http://stefansenf.de/?p=3730

Hier ist alles von mir. Mein Leben spiegelt sich in allem hier. In den Bildern, den Themen, selbst der Häufigkeit in der ich hier schreibe (und in Phasen der Funkstille). Mal ist dieses Spiegelbild klar und scharf, mal wird es matt und undeutlich. Auf längere Sicht wird es aber (denke ich) immer plastischer und lebendiger. Dafür liebe ich die Blogs, denen ich selbst folge: Sie erlauben es mir, mir ein Bild zu machen, das über einen Schnappschuss hinaus geht. Sie gestatten dem Leser eine persönliche Nähe, obwohl sie eigentlich nur von einem gemeinsamen Interesse, von einem Hobby handeln. Und dafür blogge ich selbst. Als Einladung.

Mit den Bildern ist das genauso. Die Bilder, die man macht und auch jene, die man nicht macht, bilden im Zusammenhang ab, was man ist. Das gilt letztlich bis in den journalistischen Bereich, es gilt für Portraits, Makros, Landschaften, Straßenbilder, Kunst, Kitsch, Familienfotos, alles. Das ist mein Selbstverständnis. Meine Bilder verstehe ich so. Auch die, die ich nicht mache.

2013 hatte ich noch konsequent Woche für Woche eine Bilderserie entwickelt: ‚Heimatfilm‘. Immer noch ein Stichwort für mich, das nicht an Bedeutung verliert. Diese Serie hatte mich ein gutes Stück voran gebracht. In Sachen Konzept, Serie und Ausdauer zum Beispiel. Als ich mir im letzten Jahr gleich vier wöchentliche Serien vorgenommen hatte, musste ich nach einiger Zeit akzeptieren, dass das nicht ging. Ich blieb auf halbem Wege stecken. Dafür gab es gute Gründe.

Das ‚Scheitern‘ an den selbst gesteckten Zielen hat etwas abgeschlossen. Aber das hat mehr Zeit gebraucht, als ich erwartet hatte: Auch dieses Jahr blieb eher still. Ich habe viel gelesen und wenig geschrieben, viel fotografiert und wenig gezeigt. Vorrang hat nun das, was mir wichtig ist, was mir gut tut und was Spaß macht. Mich den Mechanismen der Selbstvermarktung im Netz zu unterwerfen, gehört nicht dazu. Darin war ich sowieso nie gut. Ein gewisses Maß an Auffindbarkeit muss reichen. So ist auch dieser Artikel hier gedacht.

Bilder und Beiträge zu verfassen, nur um den Blog zu füllen, das hinterlässt kein gutes Gefühl bei mir. Mittlerweile schreibe ich seltener und fühle mich gut damit. Das mit ‚Heimatfilm‘ begonnene, will ich dennoch weiter wieder pflegen und nach einem fotografisch sehr ruhigen Jahr ist das mein Vorsatz für 2016, mein ‚Projekt‘. Konzepte, Serien, Ausdauer. Bilder auf Papier. Bilder in Büchern. Für die, die sich darauf einlassen wollen und für mich. Ähnliches hatte ich schon für dieses Jahr auf dem Schirm, ohne es umzusetzten. Dinge brauchen offenbar Ihre Zeit.

Michael Omori Kirchner sammelt wie jedes Jahr Blogs in seiner ‚Fotografie-Blog-Bühne‚. Dass ich mich zum ersten Mal dafür entschieden habe, dort mitzumachen, ja, vielleicht ist das etwas inkonsequent. Vielleicht setzt es mich wieder unter Druck, nun auch zu ‚liefern‘. Aber deine Sammlung von Foto-Blogs, Michael, verstehe ich als Adressbuch, als Einladung an die Gemeinschaft der Blog-Leser und Blogger, im kommenden Jahr ein Stück Weg zusammen zu gehen. Diese Einladung möchte ich teilen.

[Heimatfilm unltd.] Take a walk on the wald side

Meinen Weg zur Arbeit kann ich mit dem Auto fahren. Allerdings könnte ich das Auto seit dem ersten Oktober eigentlich nicht mehr parken. Stuttgart hat sich eine umfassende Parkraumbewirtschaftung verpasst. Ich kann ihn auch mit … Weiterlesen →

[The big twin] Cosyspeed Streetomatic

Seit letztem Jahr benutze ich eine Cosyspeed Camslinger. Die immer noch unkonventionelle Tasche hängt wie ein Revolverholster unter der Hüfte und bietet lässig genug Platz für eine kleine spiegellose Kamera mit Zubehör. Kamera und Zubehör sind schneller griffbereit als in einem Rucksack und sind besser geschützt als etwa eine nackte Kamera am Sunsniper Gurt (den ich trotzdem auch regelmäßig verwende). Noch aus dem Urlaub an der Nordsee hatte ich letztes Jahr darüber geschrieben, warum das so ist, was diese Tasche für mich so besonders macht und was man an ihr noch verbessern könnte. Aus meiner Sicht.

[Cosyspeed Streetomatic] Big Twin-5

So habe ich Thomas Ludwig kennengelernt. Thomas ist der Mann hinter Cosyspeed. Er hatte meinen Artikel gelesen, kommentiert, mir irgendwann mit einem verlorenen Teil der Tasche aus der Patsche geholfen und mir nun angeboten, seine neueste Tasche auszuprobieren. Was mich alles sehr freut! Das hier ist also kein ‚gear acquisition syndrome‘-Artikel, denn ich habe nichts gekauft. Die Tasche war geliehen.

‚Speedomatic‘ heißt die neue Tasche und richtet sich ganz bewusst an die nächst größere Kameragattung: Spiegellose mit elektronischem Sucher, kleine Spiegelreflexkameras oder eine der guten neuen Bridgekameras, die es nun wieder gibt. Meine ältere Camslinger konnte man mit dem eigenwilligen und einzigartigen, rundumlaufenden Klettsystem auch für diese Kameras passend ‚dick‘ machen, die Streetomatic ist es ganz ohne diese Verstellmöglichkeiten. Dünn ‚kann‘ sie also nicht: sie bleibt immer der ‚dicke Zwilling‘.

Die neue, unveränderliche Größe hat Vor- und Nachteile: Klar, die Tasche ist größer und sie ist sogar leichter. Aber leider ist sie eben auch größer und leichter. 😉 Ernsthaft: Das Ding ist so riesig, dass man problemlos selbst eine 2-äugige 6×6 mit Zubehör hineinbekäme. Das möchte ich dann aber nicht mehr an der Hüfte tragen. Und leer ist sie so leicht, dass – zumindest gefühlt – ein Stück der Robustheit eingebüßt wurde. Ob das sich tatsächlich negativ auswirkt, müsste man über eine längere Zeit testen. Tatsache ist, dass man bei Cosyspeed natürlich auch in dieser Tasche steife Zwischenlagen zwischen Futter und Obermaterial nähen lässt. Vermutlich also wirklich nur Gefühlssache.

Wo wir beim Fühlen sind: Das neue Obermaterial und das Futter fühlen sich sehr sehr angenehm an, der Deckel wird von 2 sehr weichen und anschmiegsamen Seitenklappen eingefasst, die sich beim Schließen der Tasche widerstandslos über die Kamera falten. Seitlich an der Tasche befinden sich nun jeweils zusätzlich Außentaschen. In die eine passt ein Smartphone, in die andere zum Beispiel Filter, Akkus und Speicherkarten. Die Tasche ist in Blau oder Khaki zu haben, in diesen Farben wird sie zum Retrolook vieler aktueller Kameras passen. ‚Mein‘ Exemplar war schwarz. Es handelt sich dabei um eine Sonderserie, die den Namen von Thomas Leuthard trägt. Der schweizer Straßenfotograf hat Wert darauf gelegt, auch alle grünen Cosyspeed-Etiketten wegzulassen um die Tasche unauffälliger zu machen. Ich persönlich finde das schade. Für mich gehören diese dezenten Markierungen zum optischen Erscheinungsbild der Marke. Mehr sogar, als das aufgestickte Logo.

Und es gibt noch etwas, das für mich zum Markenkern von Cosyspeed gehört: der unkonventionelle ‚Zug-Druck-Knopf‘ des ersten Modells. Ihn gibt es bei der Streetomatic leider nicht mehr. Stattdessen findet sich dort – auch Retro – eine Schnalle wie vor 40 Jahren an meinem Schulranzen. Sie ist sehr praktisch, ohne Zweifel. Aber im Vorserienmodell klapperte sie hörbar beim Gehen. Thomas hat mir auf Nachfrage versichert, dass das Klappern bei der Auslieferung der Tasche im Januar behoben sein wird.

[Cosyspeed Streetomatic] Big Twin-3

[Cosyspeed Streetomatic] Big Twin-1


Die ‚Streetomatic‘ ist ein Indiegogo-projekt, das noch wenige Tage (bis 15. Oktober) läuft. Der Grundpreis beträgt dort nur 55,- EUR (blau / khaki). Später wird sie dann ’normal‘ vertrieben und wird knapp 70,- EUR kosten. Die Thomas Leuthard-Version ist 10,- EUR teurer. Dieser Mehrpreis fließt aber komplett in ein Straßenkinderprojekt in Burundi. Super! Die Tasche kommt natürlich mit einigen Klett-Trennwänden zur inneren Organisation, mit der typischen ‚Fingerschlaufe‘ von Cosyspeed, mit der man die Kamera besonders leicht und sicher aus der Tasche angeln kann und mit einem Regencover nach Duschhaubenprizip, das wohl am ehesten für wirklich heftigen Regen gedacht sein wird. An den Inhalt der Tasche kommt man dann allerdingss nicht mehr ran. Die Preise machen klar, dass die Tasche nicht zuletzt auch als preiswerterer Einstieg gedacht ist. Meine ’normale‘ Camslinger 160 kostet aktuell knapp 90 EUR.

Mein Fazit: Die ‚Streetomatic‘ kommt mit Außentaschen, Farbgebung, Material und Details (Schnalle) insgesamt deutlich ‚traditioneller‘ daher als die älteren Cosyspeed-Modelle. Mir persönlich gefällt das funktionelle, moderne Design der ‚Camslinger‘ aber immer noch besser. Der neue ‚dicke Zwilling‘ ( 😉 ) bietet dafür zu einem deutlich niedrigen Preis einen tollen Gegenwert und ohne Einschränkung den gleichen Tragekomfort! Wenn man die Tasche als Slingtasche verwendet (eine Gurtverlängerung gibt es dazu inzwischen auch zu kaufen), kann ich mir gut vorstellen, dass der leichte Retrostil sogar unauffälliger und modischer wirkt. Die Größe der Tasche sehe ich ein wenig kritisch. Klar, es passt viel rein. Wenn man aber nur eine kleine Kamera transportieren will, ist die Tasche aber eindeutig zu groß. Und wenn man die Größe ausnutzt, wäre sie mir wohl zu schwer: Meine Experimente, die K-5 an der Hüfte zu tragen habe ich jedenfalls wieder eingestellt. Ich schätze, für eine FZ1000, eine Fuji X T10, Olympus OM-D oder Sony A7 wäre die Tasche wohl perfekt. Alles was leichter als eine K-5 aber größer als eine NX 300 ist 😉